Handballerinnen haben nur ein Ziel: Meisterschaft 

Hoof/Sand/Wolfhagen verzichtet auf den Aufstieg

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Hoof/Sand/Wolfhagen will Meister werden, aber nicht aufsteigen: Lea Willer (rechts) und ihre Mitspielerinnen verzichten auf den Aufstieg in die Oberliga.  

Wolfhagen. Die Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen spielen kommende Saison nicht in der Oberliga. „Wir verzichten im Falle einer Meisterschaft auf den Aufstieg“, erklärt Trainer Chris Ludwig vor dem vorletzten Saisonspiel.

Die Reise des Spitzenreiters geht am Sonntag zur HSG Lohfelden/Vollmarshausen. Anpfiff beim Tabellenletzten ist um 14.30 Uhr.

Die Gründe dafür sind, wie so häufig, finanzieller Natur. „Es ist schlicht und einfach nicht möglich“, erklärt Ludwig den Verzicht auf die Oberliga.

Mit „nicht möglich“ zielt er vor allem auf die Kosten für die nächst höhere Spielklasse. „Wir können es uns nicht leisten, Summen im fünfstelligen Bereich aufzubringen.“

Die Entscheidung des Vereins werde laut Ludwig auch von der Mannschaft mitgetragen. Die Oberliga könne man nicht stemmen, dafür bräuchte man Verstärkung. „Und die haben und wollen wir nicht“, sagt Ludwig.

Hoof/Sand/Wolfhagen setze auch auch weiterhin auf die Jugend. „Wir leben von unserer guten Nachwuchsarbeit. Zwei Drittel unserer derzeitigen Landesliga-Spielerinnen haben wir ausgebildet. Darauf sind wir sehr stolz.“

Nach dem Verzicht freut sich der SV Germania Fritzlar II als lachender Zweiter auf den Einzug in die Oberliga. Die Domstädterinnen hatten ohnehin als Saisonziel den Aufstieg ausgegeben. Hoof/Sand/Wolfhagen indes hatte den Titelgewinn vor der Serie überhaupt nicht auf dem Schirm: „Ehrlich gesagt, hat keiner damit gerechnet, dass die Saison so gut laufen wird und wir da stehen, wo wir gerade sind“, so Ludwig. „Am Sonntag geht es für uns darum, unsere Erfolgsstory fortzusetzen und den vorletzten Schritt in Richtung Meisterschaft zu machen.“

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