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Hubert Rest aus Wolfhagen baute Schiffsmodelle in seiner Freizeit

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Von: Ursula Neubauer

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Schiffsmodelle: Hubert Rest blickt mit Stolz auf seine selbst gebauten Schiffsmodelle: die „Theodor Heuss“ (von vorne), die „Weser“ und die „Seabex One“.
Schiffsmodelle: Hubert Rest blickt mit Stolz auf seine selbst gebauten Schiffsmodelle: die „Theodor Heuss“ (von vorne), die „Weser“ und die „Seabex One“. © Ursula Neubauer

Mit der „Seabex One“ auf dem Twistesee. Modellschiffe stehen jetzt zum Verkauf.

Wolfhagen – Ein bisschen wie ein Kapitän wäre er sich schon vorgekommen, wenn er seine Modellschiffe auf dem Twistesee oder Edersee habe kreuzen lassen, meint Hubert Rest aus Wolfhagen. Vor allem sein letztes und größtes Schiff, die „Seabex One“, sorgte immer für Aufmerksamkeit und Bewunderung bei den vielen Zuschauern am Ufer. Mithilfe der Fernsteuerung konnte er das Modellschiff vorwärts und rückwärts fahren lassen und wenden.

Die „Seabex One“ ist Hubert Rests ganzer Stolz. Es ist ein Forschungsschiff mit Hubschrauber und den dazugehörigen Landeplatz, ein Kran und mehrere Löschmonitore, die sogar Wasser spenden können. Neben Radaranlagen und Kapitänsdeck gibt es auch Taucherglocken, die von der Mitte des Modellschiffes aus durch eine Öffnung ins Wasser gelassen kann.

Das Schiff ist 1,45 m lang und Hubert Rest hat ungefähr zwei Jahre und 265 Stunden bis zur Fertigstellung gebraucht.

Angefangen mit diesem Hobby hat er mit 15 Jahren, als er noch in der Ausbildung zum Elektriker in Wolfhagen war. Durch eine Ausstellung über Schiffsmodelle in Kassel sei sein Interesse geweckt worden, sagt der gebürtige Volkmarser.

Einmal angefangen hat er nicht mehr damit aufhören können. Doch am Anfang gab es auch Rückschläge. Sein allererstes Schiff ist gleich untergegangen, als es unter einen Bootssteg am Edersee geriet. „Es waren nur noch ein paar Blasen auf der Wasseroberfläche zu sehen und mein Schiff war verschwunden“, erzählt er und muss im Nachhinein lachen.

Aber er hat sich davon nicht entmutigen lassen. Seine nächsten selbst gebauten Schiffe waren ein Seenot-Rettungskreuzer mit dem Namen „Theodor Heuss“, der Löschkreuzer „Weser“ und sein Schmuckstück, die „Seabex One“.

Die Modellbausätze und die entsprechende Fernsteuerung sind fast alle von der Firma Graupner. „Meine Eltern und später meine Frau wussten immer, was sie mir zum Geburtstag oder Weihnachten schenken konnten“, sagt Hubert Rest und schmunzelt. Allerdings sei er dann auch für die nächsten Tage in seiner Werkstatt im Keller verschwunden gewesen, fügt seine Frau Helene hinzu.

Dort baute er nach der Arbeit und an Wochenenden mithilfe eines Bauplans das Schiff zusammen, indem er die Einzelteile aussägte und zusammenleimte.

Doch leider konnte der 73-Jährige später seinem Hobby nicht mehr nachgehen. Das letzte Schiff, einen Seenot-Rettungskreuzer, hat er schon nicht mehr fertig bauen können, da seine Sehkraft nachließ. Jetzt möchte er seine Modellschiffe an interessierte Käufer abgeben.

Weitere Informationen: Hubert Rest ist erreichbar per E-Mail unter hubert.rest@t-online.de. (Ursula Neubauer)

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