Ziel: 30 Prozent der Ernte aus der Region

Hütt-Brauerei sucht Landwirte, die Braugerste anbauen wollen

+
Heimische Gerste für heimisches Bier: (von links) Alexander und Vater Matthias Schminke, Landwirt, Helmut Bangert und Torsten Schminke von Raiffeisen und Brauereichef Frank Bettenhäuser.

Wolfhagen. „Die Verbraucher achten immer mehr darauf, wo die Lebensmittel herkommen“, sagt Frank Bettenhäuser, Chef der Hütt-Brauerei aus Baunatal.

„Für uns als regionales Unternehmen ist das eine gute Entwicklung.“ Seit knapp zwei Jahren kooperiert die Brauerei mit regionalen Landwirten und kauft von ihnen Sommergerste. Nun werden weitere Landwirte für eine Zusammenarbeit gesucht.

Zwölf Prozent der nötigen Jahresmenge an Braugerste kommen aus der heimischen Landwirtschaft, sagt Bettenhäuser. „Das Ziel sind 30 Prozent.“ Ein gutes Dutzend Landwirte und Betriebe sind es bereits in der Region, die Gerste fürs Bier anbauen. Der Großteil kommt aus dem Wolfhager Land. „Die Böden dürfen nicht so fett sein, hier sind sie gut“, sagt Frank Bettenhäuser.

Im zweiten Jahr läuft die Kooperation zwischen Brauerei und Landwirten, Raiffeisen steht als Vermittler dazwischen, verhandelt die Anbauverträge, bereitet die Gerste auf und lagert sie zwischen.

Landwirt Matthias Schminke aus Wolfhagen wird in etwa drei Wochen erstmals Sommergerste für die Brauerei abliefern. „Ich finde die Idee gut, dass Rohstoffe aus der Region auch hier verarbeitet werden“, sagt er. Auf fünf Hektar Fläche baut er die Braugerste an, die nur wenig gedüngt werden darf. Ob sich die Zusammenarbeit auch finanziell lohnt, kann er jetzt noch nicht abschätzen, sondern erst, wenn die Gerste gedroschen wurde.

Alles, was geerntet wurde, wird bei der Raiffeisenwarenzentrale in Wolfhagen abgeliefert und dort aufbereitet. „Das ist eine besondere Herausforderung für uns“, sagt Raiffeisenmitarbeiter Helmut Bangert. Sind etwa 150 Tonnen Braugerste zusammengekommen, wird die nach Erfurt in die Mälzerei gebracht. Für die Weiterverarbeitung kommt sie anschließend zuwieder zurück nach Baunatal. Dort entsteht dann das Bier. „Und das schmeckt gut“, sagt Matthias Schminke und lacht. (ren)

Info: Landwirte, die sich für eine Kooperation mit Hütt interessieren, melden sich bei Raiffeisen in Wolfhagen unter Tel. 05692 / 99 63 0.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.