In Lederhosen auf der Waldbühne

700 Menschen feierten Rehbocktoberfest – Wiederholung ist geplant

Lieferten den Soundtrack zur Waldbühnengaudi: die Oelshäuser Spitzbuben mit Gastgeber Elvis Besic (Mitte).
+
Lieferten den passenden Soundtrack zur Waldbühnengaudi: die Oelshäuser Spitzbuben mit Gastgeber Elvis Besic (Mitte).

Gut 700 Menschen haben am Samstag auf der Waldbühne Niederelsungen zünftig das Rehbocktoberfest gefeiert.

Niederelsungen – Eigentlich hätte er lieber in seinem Kostüm für die geplanten aber wegen Corona abgesagten Aufführungen von Anatevka auf der Niederelsunger Waldbühne gestanden. Stattdessen aber hat sich Malte Finke am Samstagabend in fesche Lederhosen und rot-weiß kariertes Trachtenhemd geschmissen, ein zünftiges Outfit, in dem er auch eine gute Figur machte.

Als Mitglied der Spielgemeinschaft Waldbühne Erich Oberlist war Malte Finke froh, überhaupt mal wieder auf der idyllisch oberhalb des Wolfhager Stadtteils gelegenen Bühne sein zu können, auch wenn hier statt Musicalklassikern zünftige Blasmusik erklang und statt der Niederelsunger Theatermacher ausnahmsweise mal Elvis Besic vom Restaurant Gerhards mit seinem Team die Regie übernommen und zum Rehbocktoberfest geladen hatte.

Fein herausgeputzt hatten sich auch die Freundinnen Mareike Kloppmann, Anna-Lena Lenz, Evelyn Rose und Maibritt Böhle, die ihre Dirndl eigentlich ganz woanders tragen wollten. „Wir hatten geplant, nach München zum Oktoberfest zu fahren, aber das geht ja leider wegen Corona nicht“, bedauert Böhle und freut sich wie Mareike Kloppmann über die nordhesssische Alternative. „Endlich ist mal wieder was los“, sagt die Oberelsungerin und spricht Partymacher Elvis Besic damit aus der Seele.

Anfangs noch etwas enttäuscht über weniger Besucher als erhofft, freute sich der gut gelaunte Österreicher zu später Stunde dann doch noch über an die 700 Partygäste, die dank guter Laune, kühlen Erfrischungen aus der Gasterfelder Rehbock-Brauerei und deftigen Leckereien vom Gerhards-Grill bis in die frühen Morgenstunden feierten und ganz nebenbei bewiesen, dass auch in Pandemiezeiten Feiern nicht ausgeschlossen ist, sofern ein entsprechendes Hygienekonzept am Start ist und auch umgesetzt wird. „Da haben wir großen Wert drauf gelegt“, sagt Besic, der mit seinem Team nicht nur die Kontaktnachverfolgung, sondern auch die Hygienerichtlinien immer im Blick hatte.

Den Soundtrack lieferten anfangs die Oelshäuser Spitzbuben mit zünftiger Wiesenmusik, später dann die Band „Beat Cuiisine“ aus Bad Wildungen mit Coverrock, der die Waldbühnenkulisse regelrecht zum Wackeln brachte. Entsprechend positiv fiel dann auch Elvis Besics Gaudi-Resümee aus: „Die Stimmung war unglaublich, es wird auf jeden Fall eine Wiederholung geben.“

(Sascha Hoffmann)

Führten ihre Dirndl statt in München nun in Niederelsungen aus: Mareike Kloppmann (von links), Anna-Lena Lenz, Evelyn Rose und Maibritt Böhle.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.