Möglichkeiten für Schüler sind knapp

Lange Einarbeitungszeiten verhindern häufig ein Ferienjobangebot

Wolfhager Land. Viele Schüler und Studenten wollen in der Ferienzeit Geld verdienen. Doch Ferienjobs gibt es nicht mehr allzu viele im Wolfhager Land. Das hat mehrere Gründe.

Supermärkte unterbreiten keine Angebote, da ihnen die Einarbeitungszeit zu lang sei. „Für die Arbeiten im Lager beträgt diese zwar nur ein bis zwei Wochen. Die Kasse zu lernen, dauert aber bis zu zwei Monate“, sagt Jörg Richter vom Rewe in Breuna. Auch die Stadt Wolfhagen bietet in den Ferien nichts an. „Wir wollen uns um die jungen Leute kümmern, wenn wir so etwas anbieten. In der Urlaubszeit ist das nicht möglich“, sagt der Leiter des Personalwesens, Oliver Eisenbeiß. Ansonsten biete die Stadt ganzjährig Praktika an. 

Die Stadt Naumburg hält es ähnlich, berichtet Hauptamtsleiter Thomas Fingerling und erwähnt: „Im Freibad haben wir Jobs angeboten, für die man 18 Jahre alt sein muss und die über die ganze Saison laufen.“ Uwe Zindel vom Forstamt Wolfhagen erklärt: „Wir können keine Arbeiten anbieten, da unsere Werkzeuge eine Ausbildung und Einarbeitungszeit voraussetzen.“

Volljährigkeit ist oft Voraussetzung für Ferienjob

Einige Unternehmen bieten zwar Jobs an, setzen aber Volljährigkeit voraus. Dies gilt für die Firma Koenigsdorf in Wolfhagen und die Star-Tankstelle in Zierenberg. Die wenigen Plätze, die es dort gab, waren schnell vergriffen. Auch für einen Job als Zeitungsausträger bei der HNA muss man 18 Jahre alt sein, hier gibt es aber noch Plätze für die Urlaubszeit.

Ein paar wenige Möglichkeiten gibt es dennoch. Die Pizzeria San Remo von Franco Pozella in Wolfhagen sucht noch Aushilfen. Auch die Firma Energy Glas aus Wolfhagen bietet Plätze an. „Wir sind offen für Bewerbungen“, sagt Geschäftsführer Hans Franke.

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann/dpa

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