Abend für offene Fragen

Info-Veranstaltung zum Umbau des Bahnhofs – Ditib-Generalsekretär kommt

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Völlig heruntergekommen: Das Wolfhager Bahnhofsgebäude ist in einem desolaten Zustand. Das Gebäude soll nun saniert und zu einem türkischen Kulturzentrum mit Moschee umgebaut werden. 

Wolfhagen. Was plant der Türkische Kulturverein Wolfhagen im alten Bahnhofsgebäude? Diese und weitere Fragen sollen nun bei einer Info-Veranstaltung beantwortet werden. 

Was plant der Türkische Kulturverein Wolfhagen im alten Bahnhofsgebäude? Und was ist vom Eigentümer der Immobilie, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion, kurz Ditib, zu halten? Im Zusammenhang mit dem Umbau des Gebäudes und der von der Stadt unterstützten Bezuschussung aus dem Topf des Förderprogramms Aktive Kernbereiche, gibt es eine Menge Fragen.

Diese sollen für alle Interessierten im Rahmen einer Informationsveranstaltung beantwortet werden, die am Mittwoch, 8. Februar, um 19.30 Uhr in der Wolfhager Stadthalle beginnen wird. „Da sollen die Pläne für das Projekt detailliert vorgestellt und Dinge geradegerückt werden“, gibt Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos) die Marschrichtung vor. Schaake mit Blick auf die Mitglieder des Türkischen Kulturvereins in Wolfhagen weiter: "Wir wollen hier nicht in eine Trennung reinkommen oder gar in eine Ausgrenzung, wir wollen Transparenz. Wir leben in einer Kleinstadt, und da darf es keine Missverständnisse geben."

So wolle man an diesem Abend auch Brücken bauen und aufklären, was es mit der Ditib auf sich habe. Dazu wird der Generalsekretär der Ditib in Deutschland, Dr. Bekir Alboga erwartet. Niyazi Karahan vom Vorstand des Türkischen Kulturverein hat ihn eingeladen und auch die Zusage erhalten, wie er betont.

Alboga soll alle Fragen zum Moscheeverband Ditib beantworten, so Karahan, der befürchtet, dass sich die Fragen aus dem Publikum am Ende auf den Verband und weniger auf das Bauprojekt fokussieren könnten: "Der Hauptpunkt wird wohl Ditib sein, obwohl wir nicht viel damit zu tun haben."

Ebenfalls zugesagt hat der Architekt, der für die Umbauplanung verantwortlich zeigt. Er soll dann detaillierte erläutern, wie aus dem über die Jahre völlig heruntergekommen Bahnhofsgebäude wieder eine ansehnlich Immobilie werden soll, für die man sich in Wolfhagen nicht weiter schämen müsse.

Geld auch von der Stadt

Von seiten der Stadt wird es Erläuterungen zum Förderprogramm Aktive Kernbereiche geben. Aus diesem Landesprogramm wird der Bauherr, rechtlich ist das die Ditib, mit 250.000 Euro unterstützt. Die Mehrheit der Wolfhager Stadtverordneten hatte am 30. Juni vergangenen Jahres mit Mehrheit eine Unterstützung befürwortet. Der Anteil der Stadt Wolfhagen liegt bei 69.750 Euro.

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