Tipps von den Zuchtprofis

400 Interessierte besuchten die Fischbörse in der Wolfhager Stadthalle

Genießen gemeinsam die Fisch- und Pflanzenbörse: Michael Weinholz zusammen mit Lasse (2 Jahre) aus Wolfhagen. Fotos: Uminski

Wolfhagen. Zum 20. Mal lud der Verein Aquatopia zur Fisch- und Pflanzenbörseein. Dabei wurden nicht nur viele farbenfrohe Fischarten präsentiert, sondern Mitglieder standen auch beratend zur Seite.

Aufgeregt schwimmen die Fische im Becken herum. Sie versuchen sich zwischen den Felsen und Korallen zu verstecken. Sylvia Götte streut Fischfutter ins Becken. Der gelbe Fuchs verändert seine Hautfarbe, weil die Fütterung Stress bei ihm auslöst. Schließlich möchte der Raubfisch als erster essen.

Der 12-jährige Felix ist extra für die Fischbörse mit seinem Vater von Merzhausen bei Schwalmstadt ins Vereinsquartier der Aquarianer gekommen. Der Schüler besitzt ein 60 Liter großes Becken mit Garnelen. „Man findet immer was Neues“, sagt sein Vater Sascha Freihöffer, der ein 160 Liter großes Becken mit 50 Fischen besitzt. Der Merzhausener schätzt vor allem die kompetente Beratung der Aquarianer in Wolfhagen.

Michael Weinholz ist mit dem zweijährigen Lasse in die Stadthalle gekommen, um sich inspirieren zu lassen. „Ich hatte früher viele Aquarien“, sagt er. Heute habe er nur ein 60 Liter großes Becken. „Ich würde gerne wieder ein großes Aquarium haben.“ Vor allem Guppys, Schwertträger und Black Mollys interessieren den Wolfhager. „Wenn ich abends vor dem Aquarium sitze, brauche ich kein Fernsehen mehr.“

Fotos: Profis gaben Tipps bei der Wolfhager Fischbörse

Profis gaben Tipps bei Wolfhager Fischbörse

Der Verein, der seit 1987 in Wolfhagen existiert, lädt im Herbst und Frühjahr zur Börse ein. „Wir müssen unsere Unkosten decken“, betont Horst Holzhauer, Kassenwart des Vereins. In den 28 Becken schwimmen Barsch- und Welsarten, aber auch lebend gebärende Fische. „Besonders stolz sind wir auf unsere Skalare“, betont der 59-Jährige. „Sie sind schön anzusehen und strahlen eine Ruhe aus“, so Holzhauer.

Beruhigende Wirkung

„Wenn ich nach einem gestressten Arbeitstag nach Hause komme, schaue ich den Fischen zu - das beruhigt mich“, sagt Horst Holzhauer. Dabei machen größere Aquarienbecken weniger Arbeit als kleinere. „Deren Biologie ist ausgewogener.“ Alle zwei bis drei Wochen muss das Wasser des Beckens gewechselt werden. Dabei wird ein Teil des Wassers abgelassen, anschließend die Scheiben sauber gemacht, die alten Blätterpflanzen beseitigt und Futterreste aufgesaugt.

Abschließend hat der Experte noch wertvolle Tipps für Interessierte und Anfänger. „Man sollte sich informieren, wie groß der Fisch ist, wenn er ausgewachsen ist.“ Auf einen Zentimeter Fisch solle man zwei Liter Wasser rechnen. Darüber hinaus ist eine artgerechte Haltung wichtig.

Von Johanna Uminski

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