Internationaler Garten: Flüchtlinge und Wolfhager bepflanzen Fläche

Gemeinsam im Internationalen Garten: Flüchtlinge und Ideengeber arbeiten hier Hand in Hand. Erdbeeren, Kartoffeln, Zwiebeln, Kräuter und Beeren können jetzt wachsen und bald geerntet werden. Fotos:  Wüllner

Gasterfeld. Einen Garten müsste es geben, in dem Wolfhager Bürger und Flüchtlinge, die in der Pommernanlage leben zusammen arbeiten und sich begegnen.

Mit diesem Gedanken starteten Maike Gränzdörffer, Andrea Appel, Nadine Schomburg und Bijan Otmischi die Initiative zum Projekt: „Internationale Gärten für Wolfhagen". Das Projekt ist jetzt schon eine Art Selbstläufer.

Mit großer Begeisterung sind alle dabei, wenn es um das Anpflanzen und Wässern geht. Egal, ob Kinder oder Erwachsene in der Flüchtlingsunterkunft in Gasterfeld. Wenn sich diese gute Stimmung auf die zarten Pflanzen überträgt, dürfen sich wahrscheinlich alle über eine reiche Ernte freuen.

Der Boden wurde von Heinrich Niggemeyer (Baumschule Pflanzlust, Nothfelden) gefräst. Niggemeyer spendierte gemeinsam mit dem Blumenhaus Röhre und dem Gartencenter Bachmann Saatgut und Pflanzen. Egbert Bachmann ist selbst begeistert mit dabei. Auch das Gartenwerkzeug hat er zur Verfügung gestellt.

Neue Gartengeräte: Egbert Bachmann vom Gartencenter (grünes Shirt) hat das notwendige Arbeitsmaterial bereit gestellt und packt auch selbst mit an. Ganz links Hausmeister Klaus Klapp.

„Ich habe die Zeit, mich mit darum zu kümmern. Das ist hier eine ganz wichtige Sache, dass die Menschen eine Aufgabe bekommen. Mit welcher Begeisterung die hier mitmachen, das ist so faszinierend“, sagte Bachmann. Auch Hausleiter Asib Malekzada, der selbst vor 20 Jahren aus Afghanistan nach Wolfhagen kam, ist mit Begeisterung bei der Sache.

Der Integrationsbeauftragte des Landkreises Kassel, Bijan Otmischi, findet die Garten-Idee großartig. „Das ist genau das richtige. Mit Flüchtlingen und Bürgern gemeinsam etwas tun, die Sprache lernen und Verantwortung übernehmen“, sagte Otmischi. Der Garten sei eine Investition in die Zukunft, da ist er ganz sicher. Neben den vielen engagierten Helfern lobte er besonders den Hausmeister Klaus Klapp von der Arbeitsgemeinschaft im Landkreis (Agil). Er sei die gute Seele und habe unter anderem für Regentonnen, Wasserschlauch und Gießkannen gesorgt, damit die jungen Pflanzen bewässert werden können. Überhaupt ist Klapp in alles involviert und kümmert sich um alle Belange.

Am 1. Oktober soll eine weiterer Internationaler Garten in Wolfhagen entstehen, der von der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen zur Verfügung gestellt wird. Dieser Garten liegt in den Teichwiesen. Alle Wolfhager und alle Flüchtlingsfamilien, die inzwischen in Wolfhagen leben sind herzlich eingeladen mit dabei zu sein, erklärte eine der Initiatorinnen Andrea Appel.

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