Autohof ist in Planung

Investor baut Halle im Hiddeser Feld: Amazon kommt nun doch

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Wird in den nächsten Monaten bebaut: Auf der Fläche im Gewerbegebiet Hiddeser Feld, die zentral im Bild zu sehen ist, entsteht die Logistikhalle für Amazon. Ab Oktober 2020 sollen dann Lastwagen das Gelände anfahren. Hinten links im Bild sieht man das Vitaqua-Gebäude, daneben liegt das Rewe-Logistikzentrum.

Jetzt also doch: Nachdem Amazon seine Pläne, sich im Gewerbegebiet Hiddeser Feld anzusiedeln, auf Eis gelegt hatte, wird nun doch eine Halle nahe der A44 für den Onlinehandelsriesen gebaut.

Dies übernimmt Amazon allerdings nicht selbst, sondern die Nanz-Gruppe aus Stuttgart. Diese hatte die Fläche gegenüber der VW-Autoteilehalle in dem Gewerbegebiet zwischen Breuna und Niederelsungen gekauft, weil dort außerdem ein Autohof entstehen soll. „Zunächst bauen wir aber nun die Amazon-Halle“, sagt Lars Bohnenkamp, Geschäftsführer der Gruppe. Amazon habe dafür bereits einen langjährigen Mietvertrag unterschrieben. Es könne also losgehen.

Der Bauantrag für die Erdarbeiten ist bereits gestellt, heute soll der für den Hochbau hinzukommen. Bereits im Oktober 2020 sollen dann die ersten Lastwagen auf das 37.000 Quadratmeter große Grundstück rollen.

Lars Bohnenkamp, Geschäftsführer Nanz-Gruppe

„Konkret plant Amazon im Hiddeser Feld einen sogenannten Cross Dock, also ein Sorierzentrum für Lastwagen, in dem die Pakete umverteilt werden“, erklärt Bohnenkamp. Dieses sei das erste dieser Art in Deutschland. „Es werden also keine Sprinter fahren, sondern große Lastwagen.“ Sechs bis zehn Fahrzeuge pro Stunde sollen es sein. Wichtig für die ohnehin verkehrsgeplagten Breunaer ist: Die Lastwagen fahren nicht durch den Ort. „Sie kommen von der Autobahn und fahren dann auch wieder auf diese“, sagt Breunas Bürgermeister Jens Wiegand. Die Autobahnanbindung in Richtung Kassel und in Richtung Dortmund sei für Amazon überhaupt ein Grund gewesen, sich im Hiddeser Feld anzusiedeln.

Neben dem Bau der Logistikhalle plant die Nanz-Gruppe auch weiterhin den Bau eines Autohofes in dem Gewerbegebiet. „Für den Autohof werden wir im ersten Halbjahr 2020 die Baugenehmigung beantragen“, sagt Helmut Demmer, der sich für die Gruppe um baurechtliche Themen und den Kontakt zu den Gemeinden kümmert. Damit verschiebt sich der erste Spatenstich um mehrere Monate: Ursprünglich war der Baubeginn bereits für diesen Juli angedacht.

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