Johannes-Passion: Kreuzigung Jesu musikalisch greifbar

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Die Kreuzigung Jesu greifbar gemacht: Musiker von Kreiskantorei Wolfhagen, Solisten und ein Orchester aus Kassel machten den Karfreitagsgottesdienst zum musikalischen Erlebnis.

Wolfhagen. Die Uraufführung liegt ganze 291 Jahre zurück. Damals, am 7. April 1724, wurde die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach in Leipzig erstmals vorgetragen. Der Karfreitagsgottesdienst wurde gefeiert.

Knappe drei Jahrhunderte später sollte die Johannes-Passion erneut im Zentrum des Interesses stehen - allerdings in der Wolfhager Stadtkirche.

Geglückter Auftritt: Kirchenmusikdirektor Bernd Geiersbach hatte die Leitung bei der Johannes-Passion, die am Karfreitag in der Wolfhager Stadtkirche aufgeführt wurde.

Dort rückten die Kreiskantorei aus Wolfhagen, Solisten und ein Orchester aus Kassel die Passionsgeschichte beim diesjährigen Karfreitagsgottesdienst klang- und stimmgewaltig in den Fokus. Pfarrerin Katharina Ufholz hatte zu Beginn angekündigt, die Musiker unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Bernd Geiersbach würden die Geschichte von der Kreuzigung Jesu auf „ganz besondere Weise“ erklingen lassen. Sie sollte Recht behalten. Sänger und Musiker ergänzten sich im harmonischen Zusammenspiel und ließen den Gottesdienst zu einem Erlebnis für alle Sinne werden. Biblische Texte, Choräle und frei gedichtete Passagen ließen die Kreuzigung Jesu Christi auf musikalische Weise greifbar werden.

Lange Vorbereitung 

In seinem Grußwort im Programmheft hatte Kirchenmusikdirektor Bernd Geiersbach spekuliert, Johann Sebastian Bach habe ganz sicher nicht damit gerechnet, dass die Johannes-Passion im Jahr 2015 in Wolfhagen aufgeführt werde. Würde Bach allerdings noch leben, er hätte einen Besuch in Wolfhagen sicherlich nicht bereut. Dafür sorgten die Musiker, die sich in einer langen Vorbereitungszeit auf ihren Auftritt vorbereitet haben. Das Ergebnis: eine virtuose Leistung aller Beteiligten. Und das 291 Jahre nach der Uraufführung.

Von Luca Deutschländer

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