Mit Sense und Säge im Naturpark

Jugendliche aus Zierenbergs französischer Partnerstadt Damvillers absolvierten dreiwöchiges Praktikum

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Gemeinsam für den Naturpark Habichtswald: Am letzten Tag ihres Praktikums hatten die französischen Gäste an der Weidelsburg zu tun. Im Hintergrund mit Bart: Lehrer Laurent Tarnier, kniend: Joachim Fette (links) und Axel Geissler. 

Ippinghausen. Mit Motorsense, Hacke und Säge kennen sie sich bestens aus, und das kam in den vergangenen drei Wochen auch dem Naturpark Habichtswald zugute:

Schüler der Berufsschule Maison Familiale Rurale aus Damvillers, der französischen Partnerstadt Zierenbergs, waren seit Anfang September für ein Praktikum in der Region und unterstützten die Mitarbeiter des Naturparks bei einer Vielzahl von Arbeiten.

Gestern, am letzten Tag, hatte die Gruppe unter Anleitung von Joachim Fette und Axel Geissler vom Naturpark rund um die Weidelsburg zu tun. Ein Info-Schild auf dem Parkplatz am Fuß des Burgbergs galt es, neu zu platzieren, dafür musste zuvor ein hölzerner Abfallbehälter umgesetzt werden. Routiniert gingen die Jungs im Alter von 16 bis 18 Jahren ans Werk. Löcher für die Standpfosten zu graben, ist für sie eine der leichtesten Übungen.

In ihrer Schule in Damvillers, erzählte ihr Lehrer Laurent Tarnier, haben die Jugendlichen einen sehr naturbezogenen Schwerpunkt: Forst, Wildtiere, Jagd, Angeln, Landschaftsgärtnerei sind die zentralen Themen des Blockunterrichts. Zwei Wochen pro Monat besuchen die jungen Leute die Schule, zwei Wochen werden sie in Betrieben ausgebildet. Die drei Wochen, die sie derzeit in Nordhessen verbringen, gehören zu einem Auslandspraktikum, das für ein Studium Voraussetzung ist.

Während des Praktikums waren die Jungs, die in Niederelsungen Quartier bezogen hatten, auch im Bereich des Buga-Sees in Kassel für den Naturschutz unterwegs, haben zudem die Ruine Rödersen freigeschnitten, Hochstände freigestellt, Schutzhütten repariert und das Dach einer Grillhütte neu eingedeckt. Die Weidelsburg, an der sie nun den letzten Tag ihres Aufenthalts verbrachten, kannten die jungen Franzosen bereits. Hier wurde während der drei Wochen schon entbuscht und gemäht.

Nach dem Versetzen der Info-Tafel standen gestern noch Pflegearbeiten im Bereich des Steinbruchs Katzenloch und des Tränkenborns, aus dem früher das Trinkwasser für die Burgbewohner geschöpft wurde, auf dem Programm.

Auch im kommenden Jahr wird wieder eine Gruppe der Berufsschule aus Damvillers ein Praktikum in Zusammenarbeit mit dem Naturpark absolvieren, betonte Lehrer Tarnier. Die seit 2012 bestehende Kooperation habe sich bewährt. Auch der Naturpark ist sehr zufrieden mit den französischen Gästen. „Es hat viel Spaß gemacht“, sagte Joachim Fette, der zum Abschied eine Collage mit Fotos vorbereitet hatte, die er nachmittags beim Würstchengrillen auf der Burg überreichte.

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