Stammt gebürtig aus Witzenhausen

Kabarettistin Tina Teubner kommt nach Wolfhagen

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Kommt nach Wolfhagen: Die Kabarettistin und Chansonsängerin Tina Teubner.

Wolfhagen. Am Mittwoch startet im Wolfhager Kulturladen das Winterfestival. In unserem Interview verrät die Kabarettistin und Chanteuse Tina Teubner, die am Samstag auf der Bühne stehen wird, wie sie tickt.

„Männer brauchen Grenzen“ heißt das Programm, mit dem die Tina Teubner am Samstag, 13. Februar, nach Wolfhagen kommt. Ab 20 Uhr wird sie im Kulturladen auf der Bühne stehen, begleitet von Ben Süverkrüp am Klavier. Im Interview spricht sie über den Humor ihres Mannes, wie wichtig es ist, auch mal einen Tag zu vergeuden und über einen geplanten Besuch in der Grimmwelt.

Wie entstehen eigentlich Ihre Weisheiten über Männer und Paare? 

Tina Teubner: Dass das Weisheiten sind, haben jetzt Sie gesagt. Ich stelle extrem lustige Behauptungen auf, und das macht sehr viel Spaß. Zum Beispiel: „Männer brauchen Grenzen“. Was weiß ich, was Männer brauchen. Wenn ich es wüsste, würde ich es ihnen geben. Ich bin prinzipiell jemand, der für sich und sein Publikum auf der Suche nach dem Glück ist.

Treffen sich Ihre Freunde gern mit Ihnen oder fürchten sie, mit Aussagen im nächsten Programm zu landen? 

Teubner: Da müssen die überhaupt keine Sorge haben. Ich würde sowas nie öffentlich machen. Wenn dann subtil und versteckt. Ich gehe aber mit wachen Augen durchs Leben. Ich schaue, ob ich etwas finde, was auch für das Publikum ein tragendes Thema ist. Ich will ihnen ja nicht meinen Alltagskram vor die Füße werfen. Ich habe nur Themen, die mich selber sehr beschäftigen.

Wie viel Humor hat eigentlich Ihr Mann?

Teubner: Der hat sehr, sehr viel Humor, sonst würde er es wahrscheinlich auch nicht mit mir aushalten. Aber ich finde prinzipiell, dass alle Themen des Lebens mit Humor besser auszuhalten sind. Und ich würde sogar so weit gehen, dass sie im Moment nur noch mit Humor zu ertragen sind.

Sie rufen im Programm auch dazu auf: Vergeude deinen Tag! Wie oft machen Sie das? 

Teubner: Ich selber eher viel zu selten. Deswegen ist es mir auch so ein Anliegen, den Leuten zu sagen: Macht mal nix. Carpe diem - vergeude den Tag! Raus aus diesem protestantischen Wahnsinn, in dem man getrieben ist, immer über seine Grenzen zu gehen. Es ist mir noch nicht zu Ohren gekommen, dass jemand seinen letzen Atemzug tut und denkt: „Ach, hätte ich doch nur mehr gearbeitet! Hätte ich mir doch mehr Sorgen gemacht! Hätte ich doch meine Freunde ein bisschen mehr vernachlässigt! Jetzt ist es zu spät! Schade!“

Ben Süverkrüp ist ein enger Begleiter von Ihnen, unterstützt Sie auch am Klavier. Wie wichtig ist er für Ihre Programme?

Teubner: Er ist total wichtig und ein kluger Kopf. Von einem richtigen Mann ist er kaum zu unterscheiden. Er ist auch bei der Textarbeit sehr wichtig. Ich trabe mit jedem Satz, den ich geschrieben habe, zu ihm. Er hat viele gute Ideen und ist auch immer dafür da, die männliche Seite zu vertreten. Und ich muss auch mal ganz deutlich sagen: Ich mache kein Männerbashing. Am Ende würde ich immer eine Lanze für die Liebe brechen.

Wie viel Zeit haben Sie, Ihre Auftrittsorte kennenzulernen und Sehenswürdigkeiten anzuschauen? 

Teubner: Das geht fast nur, wenn wir noch einen zweiten Tag in der gleichen Stadt sind. Wenn man von Gastspiel zu Gastspiel tingelt, hat es damit zu tun, wie lang die nächste Fahrt ist. Wenn ich in Wolfhagen bin, haben wir aber etwas geplant. Ich habe Verwandte in Kassel, und wir besuchen die neue Grimmwelt.

Sie kommen gebürtig aus Witzenhausen. Haben Sie noch Beziehungen in die Region? 

Teubner: Ich muss gestehen, dass wir schon weggezogen sind, als ich noch ein Baby war. Aber diese Landschaft ist wahnsinnig schön. Wenn ich dort hin komme, habe ich immer das Gefühl, dass es eine Art Zuhause ist.

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