Käufer aus Deutschland, Österreich und der Scheiz

Kampf um Karten für Robin Hood: Über 10.000 Tickets bereits verkauft

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Voller Erfolg : Christl Sauerland und Renate Elsner (von links) freuen sich über die vielen Anrufer. Schon jetzt ist die magische Marke von 10 000 Karten geknackt.

Wolfhagen. Die Telefone im alten Pfarrhaus in Niederelsungen  stehen nicht mehr still. Grund dafür ist der Ansturm auf die Karten für das Theaterstück "Robin Hood" auf der Waldbühne.

Gelassen sitzen Renate Elsner und Christl Sauerland vor den Computermonitoren. Freundlich begrüßen die zwei Niederelsungerinnen die Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung. Kaum liegt der Hörer auf dem Telefon, klingelt es schon wieder. Seit dem 6. Dezember vergangenen Jahres läuft der Kampf um die besten Plätze für das diesjährige Theaterstück „Robin Hood" auf der Niederelsunger Waldbühne. Die Marke von 10.000 Karten wurde bereits geknackt.

„Warum der Verkauf so gut läuft, wissen wir auch nicht“, sagt Renate Elsner. Im Vergleich zu dem Theaterstück Ben Hur vor vier Jahren, das sehr erfolgreich war, wurden für das aktuelle Stück im gleichen Zeitraum mehr Karten verkauft. „Das haben wir noch nie gehabt“, betont Christl Sauerland. Die Anrufer kommen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch der Schweiz und Österreich. Auch Stammkunden der Niederelsunger Waldbühne kämpfen um die besten Plätze. „Der Ansturm dieses Jahr ist größer als in den anderen Jahren“, vertröstet Renate Elsner einen Anrufer, der die gewünschten Plätze nicht mehr erhalten kann.

Warum das Stück so gut anläuft, ist für Schauspieler Joachim Werner ganz klar: „Wir sind einfach gut“, schmunzelt der 59-Jährige. Seit Anfang Februar hospitiert er im Büro und kümmert sich um den Vor-Ort-Verkauf der Theaterkarten. Der gelernte Fluglotse spielt als Hugh Greenleaf neben Robin Hood einen der Geächteten im aktuellen Stück. „Schauspielen macht süchtig“, sagt der Niederelsunger, der seit über 25 Jahren dabei ist. Alle heben vor allem die besondere Teamarbeit an der Niederelsunger Waldbühne hervor.

„Der Zusammenhalt der Leute ist ziemlich einzigartig“, unterstreicht Christl Sauerland, die seit 36 Jahren dabei ist, den Erfolg der Niederelsunger Waldbühne. Den aktuellen Ansturm auf „Robin Hood“ erklärt sich Renate Elsner damit, dass sich die Waldbühne einen Namen gemacht hat. „Und die Leute haben seit Ben Hur gelernt, bei dem es am Ende keine Karten mehr gab, dass sie sich beeilen müssen.“

Die Waldbühne entstand in einer Zeit, in der Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg durch das gemeinsame Theaterspielen in die Gemeinschaft integriert werden sollten, erinnert Renate Elsner. „Diese Verantwortung ist vielen noch bewusst.“

Von Johanna Uminski

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