Unternehmer möchte Soccer-Center bauen

Alte Tennisanlage in Wolfhagen ist begehrt

Begehrtes Gelände: Die alte Tennisanlage. Der FSV möchte dort einen Kunstrasenplatz bauen. Unternehmer Niyazi Karahan würde die Halle gerne kaufen und in ein Soccer-Center verwandeln.
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Begehrtes Gelände: Die alte Tennisanlage. Der FSV möchte dort einen Kunstrasenplatz bauen. Unternehmer Niyazi Karahan würde die Halle gerne kaufen und in ein Soccer-Center verwandeln.

Der FSV Wolfhagen ist mit seinen Plänen, die alte Tennisanlage umzunutzen, um dort einen Kunstrasenplatz zu bauen, nicht allein.

Wolfhagen - Der Wolfhager Unternehmer Niyazi Karahan würde auf dem Gelände gerne ein Soccer-Center errichten. Wie er gegenüber der HNA sagte, habe er sein Konzept dem Magistrat bereits vor einem guten Jahr vorgestellt. Allerdings habe er damals eine negative Antwort erhalten.Die Stadt hatte ihm erklärt, dass sie das Gelände nicht veräußern wolle.

Als er nun von den Absichten des FSV in der Zeitung gelesen habe, habe er bei der Stadt sein Kaufangebot erneuert. Eine mittlere sechsstellige Summe würde er für das Gelände zahlen. Weitere prognostizierte Kosten belaufen sich auf 570 000 Euro. Dieses Geld würde in die Renovierung von Fenstern, Dach und Dämmung der Halle fließen. Erneuert werden müssten zudem Therme, Heizung- und Sanitäranlagen. Die Gaststätte würde renoviert und schließlich müssten die Soccer-Flächen hergerichtet werden.

Karahan sieht bei seinem Vorhaben einige Vorteile für die Stadt Wolfhagen: Neben der Einnahme aus dem Verkauf der Immobilie würden auch Gewerbesteuern fließen. Die Halle könnte von Fußballvereinen, aber auch von Gruppen genutzt werden, die keinem Verein angehören und in ihrer Freizeit mal wieder kicken wollen. Andere Sporthallen würden entlastet. Ein heruntergekommenes Gebäude würde renoviert und in eine Attraktion verwandelt, die Besucher anlockt. Vormittags würde er Schülern das Soccer-Center kostenlos zur Verfügung stellen. Die Stadt würde um ein neues Gastronomieangebot bereichert.

Doch die Sache hat einen Haken. „Ein Verkauf der Flächen ist nicht angedacht“, sagt Bürgermeister Reinhard Schaake. Für ihn als Rathauschef habe ein Kunstrasenplatz die höchste Priorität. Möglicherweise ließen sich die Umkleiden und Duschen, die von den Fußballern benötigt werden, in die sanitären Anlagen des Erlebnisbades integrieren, die dringend erneuert werden müssten.

Wie die Nachnutzung des Tennisgeländes politisch gesehen werde, müsse man sehen. Davon losgelöst sehe er die Initiative von Niyazi Karahan aber durchaus positiv. Man müsse sich mit den Themen näher beschäftigen. „Vielleicht passt dort noch eine Soccer-Halle hin“, sagt Schaake.

Für Niyazi Karahan hat die alte Tennishalle bei der Umsetzung seiner Pläne vor allem finanzielle Vorteile. Auf dem Grundstück und in dem Gebäude seien bereits Strukturen vorhanden, die er nutzen könne. Ein Neubau wäre zum einen teurer, und zum anderen würde es aus seiner Sicht zwei Jahre länger dauern bis zur Fertigstellung. Dennoch wolle er sich bei der Stadt parallel um den Kauf einer Fläche an der Kurfürstenstraße bewerben. Er könne sich vorstellen, seine Pläne auch dort umzusetzen – auch wenn es für ihn dann teurer würde.

(Antje Thon)

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