Die meisten Eltern im Altkreis lassen ihre Kinder zu Hause

Viele Klassenzimmer im Wolfhager Land bleiben leer

Die meisten Klassenzimmer bleiben leer: Nach den Weihnachtsferien greift der neuerliche Lockdown.
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Die meisten Klassenzimmer bleiben leer: Nach den Weihnachtsferien greift der neuerliche Lockdown.

Trotz neuer verwirrender Corona-Regeln starteten die meisten Schulen im Wolfhager Land vorbereitet und krisenerprobt in die erste Woche nach den Winterferien.

Dem Appell des Corona-Kabinetts der Landesregierung, die Schüler der Klassen eins bis sechs möglichst zuhause zu lassen, folgte ein Großteil der Eltern. Nur eine Handvoll Schüler pro Klasse fand sich am Montag in den Klassenzimmern ein. „Von 149 Schülern sind 19 gekommen, die noch dazu in verschiedenen Klassen unterrichtet werden. So sind Hygiene- und Abstandsregeln für uns gar kein Problem“, erklärt Renate Kloppmann-Böhle, Leiterin der Braunsbergschule in Breuna. Für die Schüler im Distanzunterricht können die Eltern Unterlagen aus einer Kiste auf dem Schulhof abholen und am Freitag wieder ausgearbeitet dort hinbringen. Außerdem würden die Lehrer ab sofort mindestens einmal pro Woche die Schüler zu Hause anrufen.

Nur noch 22 von 120 Grundschülern werden seit Montag in der Bad Emstaler Christine-Brückner-Schule unterrichtet. „Sie bekommen dieselben Aufgaben wie die Schüler im Homeschooling“, so Schulleiter Ulf Imhof. Die Versorgung mit Unterrichtsmaterial laufe auf allen Kanälen, telefonisch, digital und vor Ort. Kritische Rückmeldungen von Eltern zur Beschulung ihrer Kinder habe es bisher nicht gegeben, so Imhof.

Im Gegenteil hätten Eltern sehr viel Verständnis für die Lage gezeigt, sagt Andrea Büchling von der Schule im Erlenhof in Ehlen. Hier kamen am Montag 24 von 89 Kindern in die Schule. Auch in Ehlen können Eltern Material für ihre Kinder abholen, die zu Hause lernen.

Die Unterlagen für das Homeschooling seien so konzipiert, dass die Kinder sie ohne Hilfe der Eltern bewältigen könnten, erklärt Regina Hagenow, Schulleiterin der kleinsten Grundschule im Altkreis Wolfhagen, in Ippinghausen. Von 38 Kindern werden zwölf weiterhin in zwei Klassenzimmern betreut. Ein großes Manko beim Distanzunterricht sei das schlechte Internet in Ippinghausen. Hier gebe es deutlichen Verbesserungsbedarf.

Für Schüler bis zur Klasse sechs wurde die Präsenzpflicht ausgesetzt. Sie müssen bis zum 31. Januar nicht zum Unterricht an die Schulen zu kommen, dürfen es aber, wenn die Eltern keine andere Wahl haben. Die älteren Schüler ab Klasse sieben erhalten zunächst bis 31. Januar grundsätzlich Distanzunterricht. Der Unterricht in den Abschlussklassen der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen findet als regulärer Präsenzunterricht statt. (Bea Ricken)

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