Situation entspannt sich

Kein Notstand mehr bei Hausärzten im Altkreis Wolfhagen

Altkreis Wolfhagen. Nach einem akuten Hausärztemangel noch vor einigen Monaten hat sich jetzt die Situation im Altkreis Wolfhagen entspannt.

Sogar noch mehr als das: Nach Auskunft von Petra Bendrich, Pressesprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KV), ist der Mittelbereich Wolfhagen ab Jahresbeginn mit einem Versorgungsgrad von 113 Prozent überversorgt. Zum Mittelbereich Wolfhagen gehören Wolfhagen, Breuna, Bad Emstal und Naumburg. Habichtswald und Zierenberg zählen zum Mittelbereich Kassel. Grund für die Verbesserung der ärztlichen Situation ist die Ansiedlung einer Gemeinschaftspraxis mit drei Ärzten im Herbst in der Kernstadt Wolfhagen. Außerdem eröffnet am 1. Januar ein weiterer Allgemeinmediziner seine Praxis in Istha.

Ausgewogenes Verhältnis 

Für die KV Hessen ist die derzeitige Versorgung optimal. Das Arzt/Einwohnerverhältnis sei ausgewogen. Alle Versorgungsaufträge wären erfüllt. Das sind in Bad Emstal sechs Ärzte, in Breuna zwei, in Naumburg zwei und in Wolfhagen kommen auf neun Versorgungsaufträge nun sogar zehn Ärzte.

Das wird nicht so bleiben. Das durchschnittliche Alter der Ärzte im Mittelbereich Wolfhagen liegt bei 57 Jahren. „Hier wird in den nächsten zehn Jahren ein erhöhter Nachfolgebedarf entstehen“, erklärt Bendrich.

Die Ärzteversorgung im Mittelbezirk Kassel liegt sogar bei fast 115 Prozent. Auch wenn das nicht bedeutet, dass alle Kommunen gleich komfortabel ausgestattet sind, so können Habichtswald und Zierenberg zufrieden sein. Auf 7,5 Versorgungsaufträge kommen acht Ärzte, jeweils vier in jeder Kommune. Die sind etwas jünger als die im Mittelbereich Wolfhagen. Das Durchschnittsalter für Habichtswald und Zierenberg liegt bei 51 Jahren.

Von Bea Ricken

Rubriklistenbild: © dpa

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