Vorbereitungen zur Kommunalwahl laufen

Keine AfD im Wolfhager Land

Erster Stadtrat Helmut von Zech mit Mundschutz und Hygienekonzept im Wahllokal
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Schon bei den Bürgermeisterwahlen im vergangenen Jahr in Zierenberg wurde ein Hygienekonzept in den Wahllokalen erstellt. Auf dem Bild zu sehen Erster Stadtrat Helmut von Zech.

Die Wahlausschüsse im Altkreis Wolfhagen haben den eingereichten Listen zur Kommunalwahl zugestimmt.

Wolfhager Land – Neu ist, dass es in Zierenberg eine neue Gruppierung gibt: die Zierenberger Liste. In Habichtswald treten erstmals die Grünen zur Wahl an. Im Altkreis Wolfhagen gab es bei der vergangenen Kommunalwahl keine Bemühungen der AfD, in ein Gemeinde- oder Stadtparlament einzuziehen. Das ist auch in diesem Jahr der Fall.

Die Wahlen finden unter den geltenden Auflagen während der Corona-Pandemie statt. Jedoch empfehlen die Kommunen den Wählern, die Briefwahl zu bevorzugen. Wahlberechtigt sind im Wolfhager Land insgesamt 31 558 Menschen. Wahlerprobt unter den strengen Hygieneregeln sind die Kommunen Zierenberg und Habichtwald. Dort fanden im vergangenen Jahr Bürgermeisterwahlen statt. Einbahnstraßenregelungen im Wahllokal, Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung, desinfizierte Kugelschreiber und Desinfektionsmittel waren da schon Standard.

In der Gemeinde Breuna treten auch diesmal nur zwei Parteien an, die CDU und die SPD. Bisher bildete die SPD die Mehrheit mit 14 Sitzen gegenüber 9 Sitzen der CDU.

In Zierenberg ist ebenfalls die SPD stärkste Fraktion mit 14 Sitzen, gefolgt von den Christdemokraten (8), der Unabhängigen Freien Wählergemeinschaft (7) und der FDP (2). Neu tritt nun die Zierenberger Liste an.

Die Grünen wollen in Habichtswald ins Parlament einziehen und sind erstmals bei der Kommunalwahl vertreten. Bisher hatte die SPD die stärkste Sitzverteilung (15), CDU (5) und Wählergemeinschaft Habichtswald mit drei Sitzen.

In Bad Emstal wollen die Grünen künftig nicht mehr mitmischen. Dort verteilten sich die Sitze wie folgt: SPD (13), BBE (9), Grüne (3). In Naumburg treten die etablierten Parteien an: CDU (bisher 13 Sitze), SPD (12), FWG (5) und Die Linke (1).

In der Hans-Staden-Stadt Wolfhagen ist die SPD bisher die größte Fraktion mit 12 Sitzen, liegt aber nur knapp vor der CDU (10). Es folgen Grüne (3), Bündnis Wolfhager Bürger (5), Aktive Gemeinschaft Wolfhagen (1).

Insgesamt ist der Kreis Kassel SPD-Hochburg. Zumindest stellen sich die Sozialdemokraten in allen Kommunen zur Wahl. Ob sie auch, wie bislang, in den Ortsparlamenten und im Kreistag stärkste Kraft bleiben (außer in Espenau), entscheidet sich am 14. März.

Wirbel um Kandidaten aus rechter Szene

Christian Wenzel aus Helsa soll laut Recherchen der Antifa Kassel seit Jahrzehnten in der rechten Szene mitmischen. Er hat sich als Kandidat für die AfD im Landkreis Kassel aufstellen lassen. Das sorgt derzeit für eine Welle der Empörung. Die AfD-Fraktion im Landkreis Kassel will von Wenzels Vita nichts gewusst haben. Der AfD-Landesverband soll Wenzels Mitgliedschaft mittlerweile aber annulliert haben. Auf der Kommunalwahlliste wird er dennoch bleiben. (Monika Wüllner)

Kommunen raten zur Briefwahl – Wahlvorbereitungen in Corona-Zeiten

Wolfhager Land – Die Kommunalwahlen rücken immer näher. Die einzelnen Städte und Gemeinden im Wolfhager Land haben umfangreiche Hygienemaßnahmen für die Wahllokale erstellt. In allen Kommunen ist es geregelt, dass es einen Einbahnstraßenverkehr für den Ein- und Ausgang geben wird. Kugelschreiber werden desinfiziert oder es gibt für jeden einen, den er sich dann einfach mit nach Hause nehmen kann. Doch die Kommunen raten, für größte Sicherheit, dass jeder Bürger einen eigenen Stift mitbringt. Eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes besteht ohnehin auch im Wahllokal und die Wahlhelfer werden regelmäßig die Wahlkabinen desinfizieren.

Darüber hinaus soll regelmäßig und ausreichend gelüftet werden. Zusätzlich werden auch „Spuckschutzwände“ aufgestellt. Die Wahlhelfer werden durch das Land Hessen mit FFP2-Masken in den einzelnen Kommunen ausgestattet.

Wolfhagen

In Wolfhagen stehen den 10 432 Wahlberechtigten die CDU, Grünen, SPD, BWB und die AGW zur Wahl. Die Wähler haben die Möglichkeit, entweder per Briefwahl abzustimmen oder ins Wahllokal zu gehen. Der stellvertretende Wahlleiter Kai Liebig spricht sich nicht direkt für die Briefwahl aus, denn jeder Wähler solle diese Entscheidung für sich selbst treffen. Liebig rechnet aufgrund der Corona-Pandemie dennoch mit einem höheren Anteil von Briefwählern. Wolfhagen hat genügend Wahlhelfer. „Dieses Jahr sind es sogar mehr, da wir auch zum Beispiel eine Aufsicht für den Eingang brauchen, damit nicht mehrere Menschen in das Wahllokal gehen“, sagt Kai Liebig.

Breuna

In Breuna stehen die CDU und SPD zur Wahl. Den rund 2100 Wahlberechtigten wird empfohlen, per Briefwahl abzustimmen. Wahlleiter und Bürgermeister Jens Wiegand erklärt: „Es wird darauf hingewiesen, dass ausreichend Hygienemaßnahmen getroffen wurden, allerdings wer zu ängstlich ist, sollte die Briefwahl bevorzugen.“ Trotz Corona haben sich in Breuna auch genügend Wahlhelfer gefunden.

Zierenberg

Die CDU, SPD, Grünen, FDP und UFW stehen in Zierenberg wieder zur Wahl. Neu dabei ist die Zierenberger Liste. Der Wahlleiter Ralph Homberger legt den 5465 Wahlberechtigten ebenfalls nah, dass die Leute, die wegen einer Ansteckung mit Corona Bedenken haben, lieber auf die Briefwahl zurückgreifen sollten. In Zierenberg gibt es auch einen Briefwahlbezirk mehr, da davon ausgegangen wird, dass es auch mehr Briefwähler geben wird.

Naumburg

Wahlleiter Thomas Fingerling aus Naumburg sagt: „Wir raten zur Briefwahl, da dies kontaktfrei und in Bezug auf Corona gefahrlos erfolgen kann.“ Die rund 4300 Wahlberechtigten können in Naumburg zwischen der CDU, SPD, FWG und der Linken entscheiden. Fingerling bestätigte, dass es in Naumburg trotz Pandemie genügend Wahlhelfer für die Wahllokale geben wird.

Bad Emstal

In Bad Emstal sieht es in Bezug auf die Anzahl der Wahlhelfer nicht so gut aus, wie bei den anderen Kommunen. „Es haben viele Wahlhelfer wegen Corona abgesagt, allerdings fehlen auch noch einige Rückmeldungen“, erklärt Wahlleiterin Mira Keilmann. Sie hofft und ist sich allerdings sicher, dass zum Wahltag genügend Wahlhelfer im Einsatz sind. Die 4929 Wahlberechtigten bekommen im Laufe der nächsten Woche einen Musterstimmzettel und allgemeine Informationen zur Wahl. Dieses Jahr gibt es auf diesem Zettel zusätzlich noch Informationen zur Kommunalwahl während der Pandemie. „Dort wird auf die Briefwahl hingewiesen und geraten, wem das Infektionsrisiko zu hoch ist, der solle dann auf die Briefwahl zurückgreifen. Allerdings muss diese Entscheidung jeder für sich selbst treffen“, erklärt Keilmann. Die Wähler haben die Wahl zwischen der SPD und der BBE.

Habichtswald

Im Habichtswald haben die derzeit 4332 Wahlberechtigten die Wahl zwischen CDU, Grünen, SPD und WGH. Die Kommune empfiehlt den Bürgern ebenfalls die Briefwahl. Dazu wird es laut der Gemeinde auch noch Infos geben. Ausreichend Wahlhelfer wird die Kommune für die Wahllokale ebenfalls haben. (Lea Beckmann)

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