Kickers Wolfhagen: Neuer Fußballverein heizt Gerüchteküche an

Wolfhagen. Die Fußball-Landschaft in Wolfhagen wird bunter. Niyazi Karahan hat die Kickers Wolfhagen aus der Taufe gehoben. Sie wollen im Sommer in der Kreisklasse C starten.

Niyazi Karahan ist CDU-Kommunalpolitiker und Geschäftsführer der Werner Maschinenbau-GmbH. Und der Vorsitzende des neuen Vereins, der im Sommer in der Kreisklasse C in den Liga-Betrieb einsteigen will. Die Vereinsgründung hatte die Wolfhager Gerüchteküche in den vergangenen Wochen tüchtig angeheizt. So wurde erzählt, dass bei den Kickers nur Spieler türkischer Abstammung spielen dürften, deutschen Fußballern der Zugang verwehrt bleibe.

Fans des FSV Wolfhagen sorgten sich, dass ihre beiden Seniorenmannschaften durch Abwanderung geschwächt werden könnten. „Das ist alles absoluter Quatsch“, sagt Karahan, der als Sohn türkischer Eltern in Wolfhagen aufgewachsen ist. „Jeder darf bei uns spielen. Wir haben deutsche Spieler, Italiener, Albaner, Türken...“

Gleich zwei Aufstiege sind angepeilt

Die Ziele des 35 Mitglieder zählenden Vereins seien vor allem sportlicher Natur. In den kommenden beiden Spielzeiten wollen die Fußballer den Aufstieg in die nächsthöheren Ligen schaffen. Statt zu polarisieren, „wollen wir den Fairness-Preis gewinnen“, sagt der Geschäftsmann.

Beim FSV Wolfhagen sieht man die Gründung des Fußballvereins inzwischen gelassen. Es habe am Anfang „Irritationen gegeben“, sagt FSV-Chef Werner Kunz. Was Grund und Gegenstand dieser Irritationen war, dazu will sich Kunz nicht äußern. Der Vorstand habe Karahan angeboten, unter dem Dach des FSV eine dritte Mannschaft zu bilden. Das habe dieser aber abgelehnt, sagt der FSV-Vorsitzende.

„Wir wollten keinen fertigen Verein“, begründet der Kickers-Chef seine Entscheidung. Er wolle die jungen Sportler zu Menschen erziehen, die Verantwortung übernehmen. Und dazu gehöre auch, Posten im Vorstand zu übernehmen.

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Rubriklistenbild: © dpa

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