Grünschnitt zur Stromerzeugung nutzen

Klimaschutz: In Wolfhagen werden neue Energieträger erforscht

+
Dr. Stefanie Baasch, Projektmitarbeiterin Uni Bremen

Wie die Energiewende weiter vorangetrieben werden kann, damit befassen sich derzeit die Kommunen Wolfhagen, Hofgeismar und Felsberg.

Gemeinsam mit der Uni Bremen wollen die Städte neue Wege ausloten und dabei auf regionale Ressourcen zurückgreifen.

Wohin mit umstrittenem Klärschlamm oder Grünschnitt von öffentlichen Wegen und Ernteresten? Wie kann man diese bisher wenig beachtete Biomasse sinnvoll für eine Erzeugung von Nahwärme und Strom nutzen? Und wie können die Bürger in Form von Beteiligungsprojekten mit ins Boot geholt werden? Auf diese und andere Fragen will das Forschungszentrum Nachhaltigkeit (artec) der Uni Bremen in Zusammenarbeit mit Wolfhagen, Hofgeismar und Felsberg bis zum Jahr 2021 Antworten finden.

Das nordhessische Forschungsprojekt wird mit gut einer Million Euro vom Bundesbildungsministerium finanziert. „Während in Hofgeismar untersucht wird, ob ein bislang mit Deponiegas gespeistes Nahwärmenetz auf Biomasse umgestellt werden kann, sondieren Felsberg und Wolfhagen unter anderem die Potenziale von Klärschlamm und Grünschnitt aus privaten und öffentlichen Bereichen für eine energetische Nutzung“, erklärt Projektkoordinatorin Dr. Stefanie Baasch.

In allen drei Kommunen arbeiten Projektmitarbeiter, deren halbe Stellen aus dem Topf des Projektes bezahlt werden. Was die Kommunen am Ende umsetzen, liege in deren Hand. Eine nachhaltige Energiewende gelinge nicht allein durch technische Verbesserungen. Daher sollen auch Bürgerbeteiligungsformate gefunden werden. Die Forscher sollen im Auftrag des Bundes herausfinden, ob die kommunalen Ideen später auch überregional übertragbar sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.