HNA Meinung

Kommentar zu den aktuellen Anschlägen auf Flüchtlingsheime

Unsere Redakteurin Bea Ricken findet es beschämend, dass Menschen, die mitunter einem brutalem Krieg entkommen sind, in einem Land wie Deutschland um ihr Leben fürchten müssen.

Während immer mehr Flüchtlinge vor Krieg und Zerstörung flüchten, nimmt die Zahl der rechtsextrem motivierten Übergriffe in Deutschland dramatisch zu. Auf der Straße, in sozialen Netzwerken und Blogs erreichen Hetze, Diskriminierung und übelste Beschimpfungen einen neuen Höhepunkt. Auf speziellen Plattformen werden Geschichten erfunden und Tatsachen verdreht, immer mit dem einen Ziel, Asylbewerber zu diskreditieren. Diese rassistische Hetzjagd ist widerlich und menschenverachtend.

Dass die Politik angesichts dieser historischen humanitären Herausforderung versagt, ist das eine, dass aber traumatisierte Menschen, die mitunter einem brutalen Krieg entkommen sind, mittlerweile in einem Land wie Deutschland um ihr Leben fürchten müssen, ist beschämend. Doch es gibt ihn schon, den viel zitierten „Aufstand der Anständigen“, Demokraten, die sich aufrecht gegen den braunen Mob stellen. Noch sind es zu wenige, die offen Solidarität mit den Flüchtlingen bekunden. Die Mahnwache in Wolfhagen ist ein guter Anfang für die Region.

Lesen Sie dazu auch:

- Bislang keine rechtsextremen Übergriffe auf Flüchtlingsheime der Region

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