Kontaktdaten-Verordnung

Corona-Listen sind Pflicht – Wolfhager Gastronomen müssen auf korrekte Daten achten

Im Vordergrund liegt ein Ordner mit der Aufschrift Kontaktdaten Coronaverordnung, im Hintergrund ist eine Gaststätte
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Auch für die Gastronomen in Wolfhagen sind Corona-Listen Pflicht. (Symbolbild)

Die Zahl an Corona-Fällen steigt von Tag zu Tag. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Gäste in Gastronomien die Kontaktzettel korrekt ausfüllen. Wer falsche Angaben hinterlässt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Wolfhager Land – Auch die Gastronomen müssen für richtige und vollständige Gästedaten die Verantwortung übernehmen, sagt Kreissprecher Andreas Bernhard. Auf Anfrage unserer Zeitung haben Gastronomen aus dem Altkreis Wolfhagen geschildert, wie sie die aktuelle Ausnahmesituation in ihren Betrieben handhaben.

Im Restaurant und Hotel „Erlkönig“ in Oelshausen nutzt Inhaber Rüdiger Schwarz die Vordrucke des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), um die Daten seine Gäste zu erfassen. „Bislang haben alle Besucher ihre Kontaktdaten ohne Diskussionen und wahrheitsgemäß angeben“, sagt Schwarz. Nur ein Mann wollte sich wohl einen Spaß erlauben und schrieb den Namen „Popeye“ (eine Zeichentrickfigur) auf das Formular. Dieser wurde aber ermahnt und füllte schlussendlich ein neues Formular mit korrekten Angaben aus. Ein größeres Problem sei eher die unleserliche Schrift einiger Gäste, berichtet der Gastronom.

Im Wolfhager Hotel und Restaurant „Zum Schiffchen“ berichtet Inhaber Jörg Waßmuth von durchweg positiven Erlebnissen mit seinen Gästen: „Die meisten Besucher sind Stammgäste, man kennt sich also.“

Jörg Waßmuth, Inhaber „Zum Schiffchen“

Waßmuth nutzt ebenfalls die Vordrucke des Dehoga. Er vertraue auf ehrliche Angaben seiner Gäste, Spaßnamen hätte bis jetzt noch niemand eingetragen. Die Kontaktformulare ihrer Gäste bewahren Schwarz und Waßmuth für einen Monat auf, danach werden sie vernichtet.

Bei fehlenden oder offensichtlich falschen Angaben ist es die Aufgabe des Gastronomen, den Gast um eine Vervollständigung oder Berichtigung zu bitten. Komme der Gast dem nicht nach, sollte der Gastronom von seinem Hausrecht Gebrauch machen, so Kreissprecher Bernhard: „Gastronomen, die ihrer Pflicht zur Datenerfassung nicht nachkommen, drohen nach derzeitiger Rechtslage Bußgelder von bis zu 1000 Euro.“

Gesundheitsamt kann ermitteln

Es gibt für Gesundheitsämter die Möglichkeit, unvollständige Angaben mithilfe von Einwohnermeldedaten zu vervollständigen oder auch Tischnachbarn zu befragen. Das führe jedoch nicht immer zum Erfolg. Außerdem bedeute das einen großen zeitlichen und personellen Aufwand für die stark belasteten Ämter, sagt Kreissprecher Andreas Bernhard. Die Ermittlung von Kontaktpersonen werde zeitlich verzögert oder gar unmöglich gemacht. (Theresa Lippe)

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