Aussteller präsentierten Handgemachtes

Kreativ- und Regionalmarkt am verkaufsoffenen Sonntag in Wolfhagen lockte Besucher

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Verzauberte ihre Kunden mit einer ordentlichen Portion Weihnachtsglanz: Magdalene Gerhold (mit beigefarbenem Mantel) aus Istha.

Wolfhagen. Manchmal lohnt es sich, etwas Neues auszuprobieren: Die erste Auflage des Kreativ- und Regionalmarktes der Wolfhager Servicegemeinschaft war ein Erfolg.

Am Gartencenter Bachmann war schon am Mittag kein Parkplatz mehr zu bekommen, und auch in der Innenstadt war mächtig was los. Hunderte Besucher bummelten durch die teilnehmenden Geschäfte, profitierten von Schnäppchen- und Aktionspreisen und sicherten sich die ersten Geschenke fürs nahende Weihnachtsfest.

Mittelpunkt des bunten Treibens war dabei der ehemalige Woolworth-Markt an der Mittelstraße, der sich für einen Nachmittag in ein Einkaufsparadies der ganz besonderen Art verwandelt hatte. Von der Stange war hier definitiv nichts, denn zum Verkauf kam ausschließlich Handgemachtes, und in dem steckte jede Menge Liebe.

So etwa in den nicht alltäglichen Geschenkideen von Kirsten Opiolla-Schaub, die vermeintlich Ausgedientem neues Leben einhaucht. Da wird aus Omas altem Silberbesteck im Handumdrehen außergewöhnlicher Schmuck oder auch mal ein Flaschenöffner, aus Suppenterrinen und Saucieren von anno dazumal schicke Designerlampen, die über dem heimischen Esstisch garantiert alle Blicke auf sich ziehen. „Angefangen hat alles mit der Zuckerdose meiner Großmutter, die über Jahre hinweg von der einen Ecke in die andere gewandert ist“, erinnert sich die Kasselerin. „Wegwerfen wollte ich sie nicht, und so habe ich sie einfach zum Lampenschirm umfunktioniert, wodurch das geliebte Erinnerungsstück mit neuer Funktion wieder einen festen Platz in unserem Zuhause gefunden hat."

Nicht minder kreativ die Schmuckstücke von Silvia Holthaus, auch wenn sie bei der Herstellung ihrer Ringe, Ketten und Armbänder auf eher neuwertige Materialien setzt. „Ich arbeite überwiegend mit Halbedelsteinen, Glas, Süßwasserperlen und Holz, das kommt bei meinen Kundinnen immer an“, sagt die Bad Arolserin, die sich auch beim Wolfhager Markt nicht über mangelndes Interesse beklagen konnte.

Ihr ging es wie den übrigen Ausstellern, die teilweise mit einem derartigen Ansturm nicht gerechnet hatten. „Es ist wirklich gut was los“, freute sich Magdalene Gerhold. Die 70-jährige Isthaerin hatte sich überreden lassen, mit ihren Bastelarbeiten teilzunehmen. Bereut hat sie es nicht, denn mit ihren Weihnachtsdekorationen von der Krippe bis zum Engelchen schien sie ebenso den Geschmack der Besucher getroffen zu haben wie ihre Ausstellerkollegen, die von Honig über selbst gemachte Leckereien bis hin zu Schal und Strümpfen allerlei mitgebracht hatten zum Start ins Wolfhager Weihnachtsgeschäft. Der hätte kaum kreativer und gelungener sein können – vielleicht auch, weil es einfach mal etwas Neues war.

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