Ferien-Aktion

Kreativität im Graffiti-Workshop der Kinder- und Jugendarbeit Wolfhagen

20 Jugendliche haben während der letzten Ferienwoche bei einem Graffitiworkshop der Wolfhager Kinder- und Jugendarbeit das Parkhaus in der Wolfhager Wilhelmstraße verschönert. Mit Spaß dabei waren auch Luan Luttrop (vorn von links), Jan Linker, Laurenz Hammerlindl, Elias Müller, Estelle Krause und Heike Melikyan.
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20 Jugendliche haben während der letzten Ferienwoche bei einem Graffitiworkshop der Wolfhager Kinder- und Jugendarbeit das Parkhaus in der Wolfhager Wilhelmstraße verschönert. Mit Spaß dabei waren auch Luan Luttrop (vorn von links), Jan Linker, Laurenz Hammerlindl, Elias Müller, Estelle Krause und Heike Melikyan.

Und plötzlich ziert ein riesengroßes Spiegelei den Boden im Parkhaus in der Wolfhager Wilhelmstraße. Aus der verschütteten Farbe entstand die Idee für ein Kunstwerk.

Wolfhagen - „Da mussten wir kreativ sein“, sagt Jannik Herbold und gibt zu, dass er es war, der tags zuvor einen großen Eimer weißer Farbe verschüttet hat – aus Versehen, versteht sich. „Dann kam die Idee mit dem Ei“, berichtet der Zehnjährige, der total begeistert ist von der Graffiti-Aktion, die seit 2016 regelmäßig in den Sommerferien von der Wolfhager Kinder- und Jugendarbeit veranstaltet wird.

„Wir konnten uns auch diesmal vor Anmeldungen kaum retten“, sagt Frank Mahlich, der zusammen mit seinen Jugendlichen und Experten des Kasseler Unity-Shops schon zum sechsten Mal Wolfhager Wände verschönert hat, ohne den rund 20 Teilnehmern zu viele Vorgaben zu machen.

Die künstlerische Freiheit an der Wand ausleben

„Manch Betrachter mag die Ergebnisse etwas wild finden, aber wir finden sie gerade gut, so, wie sie sind“, sagt Mahlich und freut sich wie in den Vorjahren über eine großzügige finanzielle Unterstützung durch die Volkshochschule Region Kassel und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die hat den Jugendlichen eine kostenlose Teilnahme ermöglicht, auch Elias Müller, der eine Wand mit einem Carrera-Motorsport-Schriftzug gestaltet hat, weil er die Miniaturautos „sehr, sehr gern mag“. Sein Motiv habe er vorab auf einem Blatt Papier entworfen und auch schon mit etwas Farbe versehen.

„Bis ins Detail bin ich da aber nicht gegangen, ich wollte mir noch etwas künstlerische Freiheit für die Wand übriglassen“, sagt der 16-Jährige und blickt voller Stolz auf sein Ergebnis. „Meine Eltern dürfen künftig nur noch vor meinem Kunstwerk parken“, witzelt er und stört sich nicht einen Moment daran, dass sich Estelle Krause und Heike Melikyan gleich neben ihm mit einem Bild verewigt haben, das gegensätzlicher kaum sein könnte.

Das Parkhaus wird zu Schlumpfhausen

Statt knallig wird es da dezent, denn die elf- und zwölfjährigen Freundinnen haben sich auf der Fotoplattform Pinterest im Internet inspirieren lassen und sind so auf die Bewohner Schlumpfhausens gekommen.

Schlumpfine haben sie kurzerhand zur Queen gekrönt, die von den übrigen weiß-blauen Wesen umtanzt wird. „Das hat wirklich Spaß gemacht“, sind sie sich einig, während sie sich um letzte Details kmmern und sich langsam ans Aufräumen machen.

Will den Parkhausbesuchern mit ihrer Grinsekatze ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Amélie Pohl.

Die Grinsekatze soll Autofahrern ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Das hat Amélie Pohl längst hinter sich, die eine der tierischsten Wände gestaltet hat, und das direkt an der Einfahrt zum Parkhaus. Sie hat sich für eine kunterbunte Grinsekatze entschieden, und das aus gutem Grund: „Ich wollte den Menschen, die ins Parkhaus fahren, direkt ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, sagt die Zehnjährige.

Und weil sie sich zwischen Katze und Oktopus nicht entscheiden konnte, hat sie dem schnurrenden Vierbeiner das Krakentier kurzerhand als Hut auf den Kopf gesetzt und damit mindestens so viel Kreativität bewiesen wie Jannik Herbold mit seinem Spiegelei. (Sascha Hoffmann)

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