Agaplesion und Gesundbrunnen sollen mit einsteigen

Kreis Kassel nennt Partner für Weiterbetrieb der Kliniken in Hofgeismar und Wolfhagen

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Kreis möchte den stationären Betrieb in der Wolfhager Klinik am 1. Juli wieder aufnehmen. 

Krankenhaus-Erhalt: Der Landkreis Kassel will mit Partnern die Kliniken in Hofgeismar und Wolfhagen übernehmen. Finale Absprachen sind erst nach Zustimmung des Kreistages möglich. 

  • Die Krankenhäuser in Wolfhagen und Hofgeismar sollen erhalten bleiben.
  • Der Landkreis will mit der Unterstützung von Partnern die Krankenhäuser weiter betreiben. 
  • Zudem soll auch dasPersonal von der GNH übernommen werden. 

Wolfhagen/Hofgeismar – Der Landkreis Kassel will künftig gemeinsam mit Partnern die Krankenhäuser in Wolfhagen und Hofgeismar betreiben.

Laut Landkreissprecher Harald Kühlborn gibt es konkrete Verhandlungen mit den Agaplesion Diakonie Kliniken Kassel und der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen für den Standort Hofgeismar. Für Wolfhagen hat die Agaplesion angekündigt, den Landkreis beim Betrieb des Krankenhauses zu unterstützen. Finale Absprachen könnten jedoch erst geführt werden, wenn der Kreistag am 1. April grünes Licht für das Konzept gegeben habe.

Krankenhaus: GNH erklärt sich zum Verkauf der Kliniken Wolfhagen und Hofgeismar an Kreis Kassel bereit 

Vorausgegangen war eine Einigung mit der Gesundheit Nordhessen (GNH), die sich bereit erklärte, den Betrieb der Kliniken Wolfhagen und Hofgeismaran den Kreis zu verkaufen. Das Konzept des Landkreises sieht vor, dass der stationäre Betrieb in der Wolfhager Klinik zum 1. Juli dieses Jahres wieder aufgenommen wird. Und zwar in allen Bereichen, wie Kühlborn betont. Dazu zählt auch die Anmeldung als Notfallstandort. 

Thema von weiterführenden Gesprächen wird eine mögliche medizinische Neuausrichtung oder Spezialisierung in Wolfhagen sein. Hierbei will der Landkreis ein tragfähiges Gesamtkonzept für stationäre und ambulante Angebote im Wolfhager Land entwickeln. Die Altersmedizin werde dabei wohl eine größere Rolle spielen.

Neue Gesellschaft des Kreises Kassel könnte auch Krankenhaus-Personal von GNH übernehmen

Eine neuzugründende Gesellschaftdes Landkreises Kassel würde in Wolfhagen unter anderem auch für das Personal zuständig sein. Überraschend habe die GNH der Übernahme der Mitarbeiter zugestimmt. „Wir treten in alle Verträge ein“, so Kühlborn. Unterstützung bei der Betriebsführung gebe es von den Partnern.

„Wir sind in guten Gesprächen“, bestätigte Alfred Karl Walter, Geschäftsführer der Agaplesion Diakonie Kliniken. Sobald der Kreis Eigentümer der Kreiskliniken sei, werde dasKonzept, zu dem sich Walter derzeit nicht äußern möchte, weiter konkretisiert. „Aber ich bin optimistisch, dass wir eine gemeinsame Lösung finden werden.“

Brandschutz im Krankenhaus: Kreis Kassel sieht keine akute Gefahr

Die GNH hatte den stationären Betrieb in Wolfhagen wegen Brandschutzmängeln eingestellt. Der Landkreis jedoch sieht beim Brandschutzkeine akute Gefahr. In den kommenden Monaten solle dieses Thema angegangen werden. Welche Kosten durch die Übernahme der Kliniken auf den Kreis zukommen, könne man zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht sagen, erklärt Kühlborn.

Von Bea Ricken

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