Gemeinschaftsunterkunft in Wolfhagen wird weiterbelegt

Landkreis Kassel schließt weitere Flüchtlingsheime

Wolfhager Land. Weil die Zahl der Flüchtlinge weiter sinkt, schließt der Landkreis Kassel nach und nach die Gemeinschaftsunterkünfte.

Nach Auskunft von Kreispressesprecher Harald Kühlborn steht als nächstes Kaufungen auf der Liste. Die Unterkunft wird Ende des Jahres dicht gemacht.

Zuletzt wurden zwei Häuser mit rund 180 Plätzen in der größten Gemeinschaftsunterkunft in Wolfhagen geschlossen. Weitere sollen folgen, um Kosten zu sparen. Welche das sein werden, steht laut Kreisverwaltung noch nicht fest. Dies sei auch davon abhängig, ob sich Möglichkeiten zur Nachnutzung oder Untervermietung durch Vermieter oder Dritte ergeben würden. Der Kreis hat für alle Unterkünfte Anfragen an Vermieter gestellt und Inserate in Immobilienportalen geschaltet.

Zur Zeit gibt es im Altkreis Wolfhagen neben der Pommernanlage nur noch eine Gemeinschaftsunterkunft in Bad Emstal.

Kamen in der Hochzeit der Flüchtlingskrise in den Jahren 2015 und 2016 pro Woche rund 150 Neuankömmlinge im Kreis an, so sind es inzwischen nur noch zehn pro Woche. Aktuell leben 4416 Flüchtlinge im Landkreis Kassel. Ein Großteil davon bereits in Wohnungen. Relativ stabil sind die Zahlen noch in der Gemeinschaftsunterkunft Pommernanlage. Diese Einrichtung gehört dem Landkreis selbst und wird laut Kühlborn auch weiter mit Neuankömmlingen belegt. Vor einem halben Jahr lebten hier 328 Flüchtlinge. Aktuell sind es wieder 375 Menschen. Insgesamt leben zur Zeit 716 Flüchtlinge in der Unterkunft und in Wohnungen in Wolfhagen.

Hier arbeitet ein aktiver kirchlicher Unterstützerkreis und kümmert sich um die Integration der Flüchtlinge. Derzeit droht ein Wegfall der Finanzierung von Stellen durch die Landeskirche. Laut Dekan Dr. Gernot Gerlach soll die Flüchtlingsarbeit aber auf jeden Fall weiter gehen.

Rubriklistenbild: © Bea Ricken

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