Landurlaub ist im Trend

Seit Beginn von Corona kommen mehr Urlauber in das Wolfhager Land

Ein mit dem Rücken zum Betrachter stehender Mann gibt auf Pferden reitenden Mädchen Tipps.
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Beim Ferienhof Schneider in Heimarshausen kann Reitlehrer Sven Führer (von links) Marit Widmann, Fayola Gundlach und Loreen Ripperger das Reiten coronakonform im Freien beibringen.

Ob mit Auto, Rad, Flugzeug oder Zug: Die Menschen sind viel und ständig unterwegs. In unserer Herbstserie „Mobilität“ berichten wir über alle Facetten rund um dieses Thema. Heute: Trend Landurlaub.

Wolfhagen – Seit Beginn der Corona-Pandemie verbringen immer mehr Menschen ihren Urlaub innerhalb Deutschlands. Diesen Trend gibt es seit Juni auch im Wolfhager Land, wie Sabine Schwarzer von der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Habichtswald (TAG) bestätigt.

„Wir hören von vielen Vermietern sogar, dass sie Buchungsanfragen ablehnen mussten, weil alle Zimmer schon belegt waren“, sagt sie. Bei der TAG selbst sei außerdem die Nachfrage nach den Naturpark-Führungen im Naturpark im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen. Dabei sei auffällig, dass mehr Besucher aus weiter entfernten Bundesländern kämen, so Schwarzer.

Diese Tendenz gibt es beim Ferienhof Schneider in Heimarshausen zwar nicht, berichtet Inhaber Wolfgang Schneider. Allerdings erhalte auch er mehr Buchungsanfragen als gewöhnlich, hauptsächlich von Familien mit Kindern aus Hessen und Nordrhein-Westfalen. Aufgrund der Herbstferien in diesen Bundesländern sei der Ferienhof bis Ende Oktober nahezu ausgebucht „Landurlaub ist im Trend, vor allem zur Corona-Zeit“, sagt Schneider.

Andere Umstände – andere Probleme

Schwierigkeiten gebe es dafür auf andere Art. Zu diesen gehöre vor allem, dass täglich weitere Teile auch Deutschlands zu Risikogebieten erklärt werden. Die Mitarbeiter des Hofs müssten daher die Postleitzahl von jedem, der eine Buchungsanfrage stellt, einzeln mit denen der Risikogebiete abgleichen, was sehr aufwendig sei.

Außerdem gebe es wegen der Abstandsregeln in den Speisesälen nicht genug Platz für mehr als 60 Gäste anstatt der üblichen 160. „Deswegen können wir zurzeit leider auch meistens keine Gäste bewirten, die einfach einmal bei uns Essen gehen möchten“, sagt Schneider.

Bis der Ferienhof die Verluste aus dem ersten Jahresdrittel kompensiert haben könnte, dauere es jedoch noch bis frühestens 2022. Insbesondere in der Osterzeit seien beim Ferienhof alle Buchungen storniert und fast alle Veranstaltungen abgesagt worden, darunter Hochzeiten, Konfirmationen und Kommunionen.

Schneiders Hoffnung liegt jetzt vor allem in einem Corona-Impfstoff. „Der könnte den Menschen endlich wieder mehr Sicherheit geben.“ (Jan Trieselmann)

Ob mit Auto, Rad, Flugzeug oder Zug: Die Menschen sind viel und ständig unterwegs. In unserer Herbstserie „Mobilität“ berichten wir über alle Facetten rund um dieses Thema.

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