Landwirte konnten erst spät mit Arbeit auf Feldern beginnen

Wolfhager Land. Mäuse, Wildschweine und Nässe auf den Feldern sind die Probleme, mit denen sich die Landwirte jetzt zum Start der Feldsaison herumschlagen müssen.

Letzteres verursacht auch matschige und kaputt gefahrenen Wege, über die sich mancher Spaziergänger ärgert. „Die Landwirte müssen bei der Feldbestellung im engen Zeitrahmen bleiben“, erklärt Johannes Gerhold vom Kreisbauernverband.

Johannes Gerhold

Durch die Feuchtigkeit auf den Äckern sei es ohnehin schon zu Verzögerungen gekommen. „Ackerbohnen, Erbsen und das Sommergetreide sind schon im Boden, um den 20. April ist der Mais an der Reihe.“ Von extremen Witterungseinflüssen sei man in diesem Jahr bisher verschont worden.

Zunehmend vermehrt

Nicht so von den aus Sicht der Landwirte tierischen Hauptplagegeistern, den Mäusen und Wildschweinen. Die milden Winter hätten dafür gesorgt, dass sich die beiden Tierarten zunehmend vermehrten. Außerdem finden die Landwirte die Bejagung der Wildschweine ungenügend. Mittlerweile würden die Wildschweine dreimal im Jahr Frischlinge aufziehen, so Gerhold.

Die Wildschweine sorgen derzeit für Schäden auf Grün- und Ackerland, weil sie tiefe Löcher buddeln. Die zu beheben ist für die Landwirte sehr aufwendig, weil neue Erde angefahren werden muss. Spezielle Maschinen, die die Reparatur des Bodens vereinfachen, hat kaum jemand, weil sie teuer sind. Abgesehen von den Wildschäden sehen die Landwirte Gefahren für ihre Hausschweine. „Die Wildschweine tragen den Schweinepestvirus“, erklärt der Sprecher vom Kreisbauernverband.

Auch gegen die Mäuseplage sehen sich die Landwirte machtlos, weil es kein zugelassenes Mittel zur breitflächigen Bekämpfung gebe. Die kleinen Nager könnten im schlimmsten Fall sogar für einen Totalschaden auf dem Feld sorgen.

Rubriklistenbild: © Foto:  Müller

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