Lebensgroße Statue von Hans Staden in Wolfhagen geplant

Miniatur aus Gips: Giselher Dietrich, Richard Mangold (Geschichtsverein), Klaus Wassmuth (Lions), Wolfgang Schiffner (Regionalmuseum), Reinhard Schaake (Vorsitzender der Staden-Stiftung), Künstlerin Karin Bohrmann-Roth und Dirk Lindemann (Geschichtsverein) (von links) vor dem Entwurf der Statue. Foto:  Norbert Müller

Wolfhagen. Dem berühmtesten Bürger Wolfhagens will man in der Stadt ein Denkmal setzen. Hans Staden soll, so ein gemeinsames Vorhaben von Stadt, Regionalmuseum, Heimat- und Geschichtsverein, Lions-Förderverein und Hans-Staden-Stiftung, in Bronze gegossen auf dem Hospitalsplatz in Stellung gehen.

Man wolle den Autor der „Warhaftigen Historia“, der Beschreibung seiner beiden Reisen nach Brasilien, „mehr für Wolfhagen vereinnahmen“, sagte bei der Vorstellung des Projektes im Rathaus Alt-Bürgermeister Giselher Dietrich, Sprecher des Aktionsbündnisses.

Der um 1525 in Homberg/Efze geborene Staden, erklärte Dietrich, habe in Wolfhagen sein weltbekanntes Buch geschrieben, habe hier gelebt und sei auch in Wolfhagen gestorben. Gründe genug, um ihn stärker als bisher ins Bewusstsein der Bürger und in den Mittelpunkt der Stadt zu rücken.

Rund 25 000 Euro werde die lebensgroße Bronzefigur kosten, die von der Künstlerin Karin Bohrmann-Roth aus Grebenstein entworfen wurde. Von ihr stammen unter anderem auch Wolf und Geißlein am Wolfhager Märchenbrunnen.

Das Geld für die Statue soll durch Fördermittel und vor allem Spenden zusammenkommen. „Wir hoffen, dass wir innerhalb der nächsten drei Monate die Finanzierung sicher haben und der Auftrag für den Guss erteilt werden kann“, so Dietrich.

Für die Spender eines Beitrags ab 500 Euro soll es in der Nähe der Staden-Figur eine Tafel geben, auf der ihre Namen verewigt werden - sofern sie es wollen. Jetzt müsse man die Wolfhager motivieren. Und dabei machte der frühere Bürgermeister auch deutlich, dass nicht nur die Großspenden willkommen sind: „Uns hilft jeder Euro.“

Und sollte das Geld wirklich innerhalb des nächsten Vierteljahres zusammenkommen, dann, so sei man zuversichtlich, könnte bereits im Herbst der bronzene Staden auf dem Hospitalsplatz stehen, den man dann durchaus auch gleich nach dem Brasilienfahrer benennen könnte.

Die Künstlerin war mit einem 60 Zentimeter großen Modell aus Gips angereist, das sie nach Vorlage erster Skizzen und einer klaren Aussage, welche Variante von den Projektunterstützern bevorzugt werde, angefertigt hatte. Sie zeigte, wie der gegossene Staden aussehen könnte. Für ihren Entwurf habe sie sich eine Fülle von Abbildungen angesehen, Darstellungen von Männern aus Hans Stadens Zeit. Der Bärtige trägt das Gewand eines Landsknechts mit gebänderten Ärmeln und Hosenbeinen.

„Als Bewegung will ich ihm das Buch in die Hand geben, das er geschrieben hat“, sagte Bohrmann-Roth. Die Figur weist mit ihrer Linken auf das Buch in der rechten Hand. Im Gürtel steckt eine kleine Reisebibel als Hinweis auf Stadens Gottvertrauen und die Bibelzitate in seinem Werk.

Von seinem künftigen Standort könnte dann, so die Initiatoren, ein Staden-Pfad durch die Stadt bis zum Regionalmuseum mit Staden-Ausstellung führen.

Spenden können auf die Konten der Hans-Staden-Stiftung Wolfhagen, IBAN DE 69 5205 0353 1130 0001 02 (Kasseler Sparkasse) sowie DE 84 5206 3550 0000 9279 29 (Raiffeisen) eingezahlt werden.

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