Ostereinkauf frühzeitig planen

Lebensmittelhändler appellieren an ihre Kunden, um Oster-Ansturm zu vermeiden

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Im Zierenberger Neukauf-Markt werden die Vorräte an Osterartikeln aufgefüllt: Marlene Will (links) und Silke Korthe sorgen dafür, dass die Kunden alles bekommen, was sie über Ostern benötigen.

Den üblichen Ansturm an  Ostern möchten Supermärkte dieses Jahr vermeiden. Die Corona-Beschränkungen und der Sicherheitsabstand wären dann nicht mehr einhaltbar.

Wolfhager Land – Der Lebensmittelhandel befürchtet trotz der Corona-Pandemie einen Osteransturm der Kunden. Hinzukommt, dass durch die derzeit geltenden Zugangs- und Abstandsregeln mit Behinderungen beim Einkauf zu rechnen ist. „Wir befürchten, dass es Schlangen vor den Märkten geben wird“, sagt Martin Schüller, Geschäftsführer Einzelhandelsverband Hessen-Nord.

Viele Lebensmittelhändler appellieren deshalb, schon frühzeitig einzukaufen – darunter unter anderem Rewe, Penny, Tegut, Edeka und Real. Sie alle betonten, dass die Lebensmittelversorgung gesichert sei und man sich darum keine Gedanken machen müsse. „Hamsterkäufe sind nicht nötig“, sagt auch Martin Schüller. Man müsse immer auch an andere denken. Es sei für alle genug da.

Lieber schon heute einkaufen und nicht erst an Gründonnerstag

„Unser Appell an die Kunden ist, sich die Einkäufe einzuteilen. Lieber schon jetzt das eine oder andere Teil besorgen und nicht alles am Gründonnerstag“, bittet Alexander Ufelmann vom Tegut-Markt in Wolfhagen. Zumal sich die Kunden damit Wartezeit ersparen könnten, da nur eine bestimmte Personenzahl im Markt sein dürfe. „Es ist für alle genug da“, betont Ufelmann.

Für alle Kunden und Marktmitarbeiter wäre es eine große Hilfe, wenn die Lebensmitteleinkäufe bestmöglich auf die nun kommenden Tage verteilt werden, heißt es von Rewe. Alle, die dazu die Möglichkeit haben, sollten zumindest Teile ihrer Ostereinkäufe vorziehen. Nur so könnten der Gründonnerstag und der Karsamstag entlastet werden.

Das sieht Matthias Hofmann, Marktleiter des Edeka in Zierenberg, ähnlich. Die Kunden sollten die länger haltbaren Produkte möglichst schon am Montag einkaufen und nur die frischen Zutaten, wie Obst und Gemüse, am Gründonnerstag oder Karsamstag. Hofmann hofft, dass sich keine Stoßzeiten ergeben und einige Kunden schon vormittags einkaufen gehen. Denn: „Bei einem Ansturm wie sonst die Jahre, ist es nicht machbar, den vorgegebenen Abstand einzuhalten.“

Nach den Hamsterkäufen zu Beginn der Coronakrise hat sich die Nachfrage jetzt wieder normalisiert, bestätigt Martin Schüller.

Keine Lockerung des Ladenschlussgesetzes

Bislang sei es auch so, dass weiterhin der Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag nicht geöffnet sei. Auch an Gründonnerstag muss ab 20 Uhr geschlossen sein. Bislang sei ihm da noch keine Lockerung des Ladenschlussgesetzes bekannt. Das führe natürlich zu einer Verdichtung, weil die Kunden für mehrere Tage einkaufen müssten. Ob das in diesen Zeiten sinnvoll sei, könne man durchaus infrage stellen.

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