Neues Kühlaggregat angeschafft

Lidl-Kunden spenden für Wolfhager Tafel

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Freuen sich über Spenden: Helga Kepper und Sandra Lüning von der Wolfhager Tafel mit Vanessa Braun und Stefan Schlömer von Lidl vor dem Kühlraum.

Der Einkauf ist für die meisten Menscheneine Selbstverständlichkeit. Doch nicht jeder kann es sich leisten, unbekümmert den Einkaufskorb zu füllen.

Seit 17 Jahren greift die Wolfhager Tafel daher Menschen mit geringem Einkommen an dieser Stelle unter die Arme. 70 Ehrenamtliche geben zweimal wöchentlich an 400 Bedürftige Lebensmittel aus, die von Supermärkten und Bäckereien aus Wolfhagen und Umgebung gespendet werden.

Ein Teil der gespendeten Lebensmittel muss gekühlt gelagert werden, darunter Gemüse und Molkeprodukte. Das wurde in den vergangenen Monaten immer schwieriger, denn das alte Kühlaggregat war warm, laut und unökonomisch.

Für die Anschaffung eines neuen Aggregates hatte sich die Wolfhager Tafel um Fördermittel beworben. Der Dachverband der deutschen Tafeln arbeitet dabei mit Lidl zusammen. Der Discounter hat 6100 Pfandautomaten mit einem Pfandspendenknopf ausgestattet. Die Kunden können so bei der Rückgabe ihres Leergutes mittels Knopfdruck ihre Spende abgeben.

7200 Euro an Tafel in Wolfhagen

Seit 2008 wurden auf diesem Weg über 17 Millionen Euro für den Bundesverband der Tafel Deutschland gesammelt, 7200 Euro davon gingen nun an die Tafel in Wolfhagen für das neue Kühlaggregat.

Insgesamt kosteten Anschaffung und Anbringung des Aggregates an der Außenwand des Hauses 10 .000 Euro. Die Restsumme finanzierte die Tafel aus Eigenmitteln. Die Mitarbeiter der Tafel freut die Anschaffung. „Wir haben immer gut zu tun“, sagt Tafel-Mitarbeiterin Helga Kepper. Dabei sei die Schamgrenze der Menschen immer noch sehr hoch. Von den Hilfeberechtigten kämen nur knapp ein Drittel zur Tafel in Wolfhagen. Trotzdem gebe es eine Warteliste und man könne lange nicht allen gerecht werden.

„Die Tafel fungiert unterstützend. Die Menschen müssen trotzdem mit ihrem Geld haushalten und einkaufen gehen. Bei uns bekommen sie dann für den symbolischen Wert von zwei Euro das, was fehlt“, erklärt Gerd Bechtel, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Region Kassel.

Die Spenden werden dabei gerecht an alle Bedürftigen verteilt. Besonders haltbare Lebensmittel wie Zucker, Nudeln und Reis würden immer benötigt, so Kepper.

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