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Lions-Club Wolfhagen sammelt für Tafel

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Von: Reinhard Michl

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Viele machten mit: Hier übergibt der Wolfhager Manfred Kuhnert (rechts) an Lions-Bruder Cenk Cetegen eine Lebensmittelspende.
Viele machten mit: Hier übergibt der Wolfhager Manfred Kuhnert (rechts) an Lions-Bruder Cenk Cetegen eine Lebensmittelspende. © Reinhard Michl

Viele Kunden von Herkules-Supermarkt spenden Lebensmittel.

Wolfhagen – „Ein Teil mehr tut nicht weh – jeder gibt, was er kann“, so lautete das Motto eines Aktionstages des Wolfhager Lions-Clubs. Dessen Mitglieder sammelten nun erneut in diesem Jahr haltbare Grundnahrungsmittel vor dem Herkules-Supermarkt an der Kurfürstenstraße in Wolfhagen zugunsten der Wolfhager Tafel. Es war inzwischen die achte Lions-Aktion dieser Art.

Kunden wurden aufgefordert, bei ihrem Einkauf ein Teil oder auch mehr einzukaufen und zu spenden. Die Produktpalette reichte dabei von Reis über Nudeln, Toastbrot, Zucker, Konserven, Mehl, Salz, Haferflocken Backwaren, Nüsse, Mandeln, Kaffee, Tee, Kakao bis hin zu Spülmittel und Waschpulver. Wobei sich die „Wolfhager Löwen“ aber auch über andere abgegebene Artikel freuten. Viele Kunden zückten zusätzlich auch noch ihr Portemonnaie und spendeten einen Geldbetrag. Davon kauften die Mitglieder des Lions-Clubs Nahrungsmittel ein, die auf der Wunschliste der Tafel standen.

Im Wissen, dass bei vielen Menschen bedingt durch Inflation, gestiegene Lebensmittelpreise und höhere Energiekosten das Geld nicht mehr so locker sitze, habe der Aktionstag die Erwartungen weit übertroffen, sagt Ruth Kraft, die die Aktion organisiert hatte. „Der überwiegende Teil der Personen hat sich großzügig gezeigt und die Wolfhager Tafel unterstützt.“ Kraft schätzt, dass beim Lions-Aktions Lebens- und Haushaltsmittel im Einkaufswert von rund 5000 Euro zusammengekommen sind.

Die Wolfhager Tafel, in der sich rund 70 Personen ehrenamtlich engagieren, wurde am 20. Januar 2003 als ein Projekt des Diakonischen Werkes Region Kassel gegründet. Sie gibt seitdem Lebensmittel an Menschen mit geringem Einkommen aus. Bei den Waren handelt es sich um Spenden von Supermärkten und Bäckereien aus der Region, die regelmäßig mit dem Tafel-Kühltransporter abgeholt werden.

Durch Corona, aber auch aufgrund der wirtschaftlich angespannten Lage und durch Lieferengpässe haben die Tafeln zuletzt weniger Spenden erhalten.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen, die auf diese Hilfe dringend angewiesen sind. Das sind im Wolfhager Land Haushalte mit weit über 400 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. „Bedürftigkeit fängt also schon direkt vor unserer Haustür an“, so Kraft. (Reinhard Michl)

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