Bereits 29 "Maibock-Paten" in Zierenberger Stadtteil 

23 Meter hoher Maibaum mit Kran aufgestellt: vor Ort in Oelshausen

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23 Meter hoch ist der mächtige Fichtenstamm des Maibaums in Oelshausen. 

Nicht nur die Maiwanderung, sondern auch der Maibaum als Zeichen des wiederkehrenden Frühlings stehen für Traditionen am ersten Mai. Auch in vielen Orten des Wolfhager Landes wurden die Bäume dieses Jahr wieder aufgestellt. Wir waren in Oelshausen dabei. 

Wobei der Maibaum – meistens ein glatter Fichtenstamm, den an der Spitze ein grüner Kranz mit bunten Bändern schmückt – im überlieferten Brauchtum als Symbol für Fruchtbarkeit, Gedeihen, Wachstum und damit für Glück und Segen gilt.

Stellvertretend für alle hiesigen Maibaumdörfer waren wir am 1. Mai im Erpetalort und Zierenberger Stadtteil Oelshausen. Dort wird unter Federführung der Freiwilligen Feuerwehr, der Maiburschen und des diesjährigen „Maibocks“ Frank Möller ein Maibaum seit 1995 aufgestellt.

Der diesjährige „Maibock“ (P ate) war Frank Möller

Der jährlich wechselnde „Maibock“, meistens ein Vertreter der Gewerbetreibenden, davon gibt es in Oelshausen aktuell 29, übernimmt die Maibaum-Schirmherrschaft und spendet für alle Helfern wie auch Besuchern 50 Liter Freibier. Vorher wanderten die Oelshäuser zur Maibaumaufstellung nach Altenhasungen. Denn auf dem Rückweg im Jahr 1994 war der Wunsch nach einem eigenen Maibaum entstanden. Bereits im Folgejahr hievten die Brandschützer den ersten Oelshäuser Maibaum in die Höhe.

In den Anfängen wurde der Maibaum ausschließlich mit Muskelkraft aufgerichtet. Seit einigen Jahren wird aus Sicherheitsgründen ein Kran genutzt. Der aktuelle Maibaum weist die stattliche Länge von rund 23 Metern auf und er bringt auch fast eine dreiviertel Tonne auf die Waage. 

Mit Hilfe eines Krans wurde der dreiviertel Tonnen schwere Maibaum in Oelshausen aufgestellt. 

Verankert wird er zusätzlich mit Zunft- und Werbeschildern der örtlichen Gewerbetreibenden verzierte Stamm in einem fest installierten Stahlgerüst am Dorfgemeinschaftshaus, wo er bis zur Einholung und Winterlagerung stehen wird. Musikalisch mitgestaltet wurde die Maibaumaufstellung von den Musikfreunden Altenhasungen/Oelshausen, die auch zur Tafelmusik aufspielten.

Viele Ortsbewohner und auch Besucher aus den Nachbarorten waren gekommen, um bei einem guten Schluck und herzhaften Bissen gemeinsam den Mai zu begrüßen. Und das mit dem wohl bekanntesten Lied „Der Mai ist gekommen“, das seinen Ursprung im Wolfhager Land hat. Es stammt aus der Feder von Emanuel Geibel (1815 - 1884), der Lyriker schrieb es 1841 im Malsburgischen Schloss in Escheberg.

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