Kreisbauernverband zieht positive Erntebilanz

Mais im Wolfhager Land profitiert im Regenjahr

Haben eine gute Ernte eingefahren: (von links) Markus Holzhausen, Moritz Hamel, Martin Christensen und im Hintergrund Justus Römer und Stefanie Wittich-Vogel.
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Haben eine gute Ernte eingefahren: (von links) Markus Holzhausen, Moritz Hamel, Martin Christensen und im Hintergrund Justus Römer und Stefanie Wittich-Vogel.

Der Ertrag der Maisernte für die Biogasanlage Wolfhagen ist in diesem Jahr sehr gut ausgefallen und liegt deutlich über dem des Vorjahres.

Wolfhagen. Betriebsleiter Markus Holzhausen, Martin Christensen und Stefanie Wittich-Vogel vom Kreisbauernverband Kassel sind mit der Ernte sehr zufrieden. Grund für die guten Zahlen sind die diesjährigen Wetterbedingungen, die für den Maisanbau sehr gut waren.

Durch das wasserreiche Jahr habe sich der Mais sehr gut entwickeln können. Zudem habe es keine größeren Unwetter gegeben, durch die der Mais in Mitleidenschaft gezogen wurde. „Aufgrund der guten Ernte im Vergleich zu den vergangenen Jahren war es den Landwirten möglich, ihre Futterbestände wieder aufzufüllen“, sagt Wittich-Vogel. „In diesem Jahr waren es 13 000 Tonnen und damit 53 Tonnen mehr als im Vergleich zum vergangenen Jahr. In den nächsten Tagen sollen die letzten Arbeiten abgeschlossen sein“, so Wittich-Vogel.

Die Landwirte haben die Pflanzen gehäckselt und aus einem Umkreis von 15 Kilometern zur Biogasanlage nach Wolfhagen gefahren. An der Anlage sind Landwirte beteiligt, die auch Kreisbauernverband angehören und weitere Partner.

Die Häcksel werden in einem riesigen Depot gelagert und luftdicht unter einer Plane abgeschlossen. Der Großteil des Maises wird in der Biogasanlage verwertet. Bei der Vergärung des Pflanzenmaterials entstehen Gase. Dabei wird Energie freigesetzt. Der Anteil der Maissilage an der Biomasse beträgt etwa 35 Prozent. Der Hauptrohstoff ist mit etwa 60 Prozent eine Mischung aus Gülle und Mist. Den Rest bildet eine Ganzpflanzensilage aus grünem Getreide.

Von der überschüssigen Wärme profitieren die Wolfhager Walter-Lübcke-Schule und das Freibad. Von der Energie profitiert zudem eine Trocknungsanlage, die für die Trocknung von Holz und Getreide genutzt werden kann. Auf diese Reserven können die Landwirte in Dürrejahren zurückgreifen. Betriebsleiter Markus Holzhausen betont zudem, dass der Energiebedarf immer höher werde und prognostiziert, dass in Zukunft noch mehr Energie von der Biogasanlage generiert werden müsse. (Marvin Hinrichsen)

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