Medlz peppten in Wolfhager Stadtkirche Weihnachtslieder zu Popsongs auf

Treffen in jeder Hinsicht die richtigen Töne:Ddie Medlz in der Wolfhager Stadtkirche. Foto: zhf

Wolfhagen. „Vom Himmel hoch“, da kommen sie her. Zumindest behaupten sie das, die Medlz, als sie am Dienstagabend in der Wolfhager Stadtkirche ihre Weihnachtsshow eröffnen.

Man möchte es ihnen zu gern glauben, so engelsgleich wie ihre Stimmen sind. Ihr selbst erklärtes Ziel: Feststimmung verbreiten.

Das gelingt der A-Cappella-Truppe spielend, wenn sie traditionelle Weihnachtslieder im dichten Theaternebel kunstvoll als Popsongs tarnen und mit einer zauberhaften Lichtshow dem Wolfhager Gotteshaus einen farbenfrohen Anstrich verpassen. Da rieselt leise der Schnee auf die 250 genüsslich lauschenden Zuhörer herab, die diese außergewöhnlich lockere Stimmung in der Kirche genießen. Lässig sitzen einige auf der Rückenlehne mit Füßen auf der Bank, um möglichst freie Sicht aufs Weihnachtsspektakel rund um den Altar zu haben. Und wo es sonst höchstens mal einen Schluck Abendmahlwein gibt, genehmigen sie sich nun ein Gläschen Sekt, um noch beschwingter im Takt lebendig vorgetragener Christmas-Classics wie „Let it Snow“ mitzuwippen.

Doch nicht alle Titel kommen mit satten Bässen und poppigem Drumherum daher. Sabine, Nelly, Maria und Silvana mögen auch die ruhigeren Töne, etwa wenn sie wie früher im Kinderchor „Es ist ein Ros’ entsprungen“ anstimmen oder sich mit Liedern wie „Oh holy Night“ und „Ave Maria“ direkt in die Herzen ihrer Wolfhager Fans singen.

Auftritt MEDLZ in der Stadtkirche Wolfhagen

Die dürfen dann sogar Statisten für einen neuen Videoclip spielen und studieren kurzerhand einen Minitanz ein, der sich auch in den engen Kirchenbänken gut bewerkstelligen lässt. Damit haben sie sich dann auch die Mini-Christstollen verdient, die die erfolgreichste weibliche A-Cappella-Popband Europas aus Dresden mitgebracht hat. Die Folie, in der die süßen Leckereien verpackt sind, gibt sodann mit einem sanften Rascheln den Soundtrack zu „Hijo de la Luna“, in dessen deutscher Medlz-Version nicht nur Elfen und Feen geschickt werden, sondern auch Wölfe. Die haben es den Sängerinnen besonders angetan. „Wolf-wohoo-hagen“, rufen sie immer wieder und verbuchen noch mehr Punkte auf der ohnehin bereits prallgefüllten Sympathieliste, bevor sie „Oh Tannenbaum“ einmal rund um den Globus schicken und Weihnachtsträume wahr werden lassen. Fürs finale „Stille Nacht, heilige Nacht“ legen sie dann die Mikros beiseite, denn das „klingt auch so“. Und wie das klingt! Spätestens jetzt sind alle anfänglichen Zweifel verschwunden: Diese vier Engel muss der Himmel geschickt haben.

Von Sascha Hoffmann

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