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Mehr Arbeitslose im Juni

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Von: Monika Wüllner

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Agentur für Arbeit
Agentur für Arbeit © Hendrik Schmidt/dpa (Symbolbild)

Ukraine-Krieg wirkt sich auf Statistik des Arbeitsmarktes aus.

Wolfhager Land – Die Folgen des schrecklichen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine macht sich jetzt auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Denn, so Agenturleiter Detlef Hesse, ein Anstieg der Arbeitslosigkeit sei im Juni eigentlich nicht zu erwarten. Hintergrund ist, dass sich Ukraine-Geflüchtete vor allem im Jobcenter des Landkreises Kassel gemeldet haben und die Zahlen steigen ließen. So kletterten im Juni auch die Zahlen im Wolfhager Land nach oben.

Die Quote liegt jetzt bei 3,9 Prozent. Im Mai lag sie noch bei 3,6. Hesse betonte aber, dass sich der Zuwachs ausschließlich auf den Rechtskreis SGB II bezieht. In den Rechtskreis des SGB II (Hartz IV) fallen Arbeitslose, die keine Versicherungsansprüche haben und hilfebedürftig sind.

Die Statistik meldet für den Agenturbezirk Kassel, der die Stadt Kassel, den Landkreis Kassel und den Werra-Meißner-Kreis umfasst, 14 963 Arbeitslose, 456 mehr als im Mai und 1632 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,2 Punkte auf 5,2 Prozent. Noch vor einem Jahr waren es 5,7 Prozent gewesen.

Hoher Anstieg an arbeitslosen Personen

Im Geschäftsstellenbezirk Wolfhagen ist die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni um 75 auf 837 Personen gestiegen. Das waren 34 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Juni 3,9 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 3,7 Prozent. Dabei meldeten sich 224 Personen arbeitslos, 74 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 157 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+14).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1095 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 128 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 1021 Abmeldungen von Arbeitslosen (–37). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juni um elf Stellen auf 166 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 31 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Juni 31 neue Arbeitsstellen, zehn weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 264 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 96.

Insgesamt ist der Bestand offener Stellen entgegen dem Landestrend zurückgegangen, wie Agenturchef Detlef Hesse erläuterte. Auch seien seit Jahresbeginn weniger Beschäftigungsmöglichkeiten neu gemeldet worden als im Vorjahr. „Die aktuell 4339 Offerten belegen aber den großen Mitarbeiterbedarf der heimischen Unternehmen“, unterstreicht der Agenturchef. (Monika Wüllner)

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