140.000 Euro kostete erster Bauabschnitt

Menschen in Balhorn machen Dorfmitte zum Treffpunkt

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Baubesprechung auf dem künftigen Balhorner Dorfplatz: Erwin Möller, Bauamtsleiter Andreas Bohn, Erhard Föbus, Polier Burkhard Wagner, Helmut Löber und der Sprecher der Arbeitsgruppe Dorferneuerung, Willi Röhn (von links).

Balhorn. Die Neugestaltung des Dorfplatzes in Balhorn ist das größte Projekt des laufenden Dorfentwicklungsprogrammes, in das der Ort im Jahr 2010 aufgenommen wurde. 

Nachdem in den vergangenen Wochen zwei alte Gebäude abgerissen wurden, ist die 1200 Quadratmeter große Fläche in der Ortsmitte zur Großbaustelle geworden. 140 000 Euro kostet der erste Bauabschnitt. Von der Summe übernimmt das Land 75 Prozent. Dies wäre der Gemeinde Bad Emstal viel teurer gekommen, wenn nicht die Dorfbewohner selbst die Ärmel hochgekrempelt hätten. „15 Balhorner haben hier bereits 250 Stunden in Eigenleistung gearbeitet“, erklärt Willi Röhn, Sprecher der Arbeitsgruppe Dorferneuerung. Unter anderem haben sie jetzt um einen Teil des Platzes eine Natursteinmauer errichtet.

Andreas Bohn, Bauamtsleiter der Gemeinde Bad Emstal, rechnet mit der Fertigstellung Anfang November. Der zweite Bauabschnitt von der Kirchenmauer bis zum Pfarrgarten soll im neuen Jahr angegangen werden. Die Kosten werden derzeit ermittelt.

Der Dorfplatz wird künftig den Bürgern für Feste und als Treffpunkt zur Verfügung stehen. Ein Ziel bei der Umgestaltung ist es nach Auskunft der Gemeinde, den Verkehrsfluss im Dorfkern zu beruhigen und auch die Parkplatzsituation zu verbessern.

Für einen Teil des Platzes soll die benachbarte Autofirma Möller eine Nutzungsberechtigung erhalten. „Das Unternehmen hat uns sein Grundstück im Bereich des neuen Dorfplatzes kostenlos zur Verfügung gestellt“, sagt Röhn diese Vereinbarung.

Den Zusammenhalt im Ort haben die Balhorner bereits bei der Herstellung des Gehweges in der Bruchstraße bewiesen, auch das war ein Bürgerprojekt. Zwei weitere Projekte stehen demnächst an: So werden die Baumlücken an der Allee in Richtung Martinhagen aufgefüllt. Die Bäume spendeten Balhorner. Außerdem soll die Dorfchronik beim Staatsarchiv Marburg gesichert werden. Die Balhorner haben Kopien von 23 historischen Karten in Auftrag gegeben. Von den Förderungen im Rahmen des Dorfentwicklungsprogrammes profitieren auch Privatleute. Die Balhorner Hauseigentümer können für die Sanierung ihrer Gebäude einen Zuschuss von 35 Prozent der Nettokosten beantragen. Die maximale Fördersumme liegt nach Auskunft des Servicezentrums Regionalentwicklung des Landkreises Kassel bei 45 000 Euro.

Ansprechpartner beim Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises sind Dirk Hofmann, 05671/8001-2427, Mail: dirk-hofmann@landkreiskassel.de und Peter Nissen, 05671/8001-2413, Mail: peter-nissen@landkreiskassel.de. Weiterführende Informationen gibt es auch auf der Internetseite des Landkreises Kassel unter www.landkreiskassel.de.

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