Viel wilder Müll in der Natur

Menschen im Wolfhager Land nutzen die Coronakrise zum Entrümpeln und Entsorgen

Für die Entsorgungsanlagen im Kreis Kassel gibt es neue Verhaltensregeln in der Coronakrise, wie hier in Lohfelden.
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Für die Entsorgungsanlagen im Kreis Kassel gibt es neue Verhaltensregeln in der Coronakrise, wie hier in Lohfelden.

Zu Beginn der Coronakrise war der Andrang auf den Mülldeponien zu groß, weswegen sie geschlossen wurden . Jetzt öffnen sie wieder für Notfälle.

Wolfhager Land – Eine unschöne Begleiterscheinung in Zeiten der Coronakrise ist wild entsorgter Müll in der Natur. „Wir hatten mehr Müll in der Landschaft“, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn.

Zu Beginn der Coronakrise sei an den Mülldeponien des Landkreises „die Hölle“ los gewesen, so Kühlborn. Alle hätten anscheinend die Zeit zuhause genutzt, um auszumisten. Deshalb seien die Deponien auch geschlossen worden. Der Andrang sei einfach zu groß gewesen. 

„Jetzt starten die Deponien für Privatnutzer wieder für Notfälle zu den üblichen Öffnungszeiten“, so Kühlborn.

Um in dringenden Entsorgungsfällen Abhilfe zu schaffen, stehen die Entsorgungsanlagen der Abfallentsorgung Kreis Kassel in Lohfelden und Hofgeismar sowie die Biokompostierungsanlage in Fuldatal ab sofort wieder auch für Privatpersonen zur Verfügung. Gewerbliche Anlieferungen sind wie bisher möglich. Gleichzeitig wird die Kompostaktion zum Sonderpreis bis Ende Mai verlängert.

Beschränkungen bei den Anlieferungen sind weiterhin notwendig

„Bei der Anlieferung zu den Recyclinghöfen oder der Biokompostierungsanlage sind Beschränkungen notwendig, um die Kunden und die Mitarbeiter während der Coronapandemie ausreichend zu schützen“, erläutert Betriebsleiter Uwe Pietsch von der Abfallentsorgung des Landkreises. Deshalb sollen die Anlieferungen auf ein notwendiges Minimum beschränkt bleiben.

Der Betriebsleiter erklärt: „Es ist notwendig, die Anzahl unserer Kunden auf allen Anlagen zu begrenzen – daher kann es zu längeren Wartezeiten bis zum Einlass kommen“. Erfahrungsgemäß sei von 9 bis 10 Uhr sowie 13 bis 14 Uhr mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. 

Pietsch bittet die Bürger darum, während der Wartezeit ihre Fahrzeuge nicht zu verlassen und den Müll bereits vor der Anlieferung zu sortieren. Der Verkauf der Kompost- und Erdenprodukte könne zeitweise eingeschränkt sein. Vorzugsweise sei der Verkauf dieser Produkte auf offene Anhänger oder Pritschfahrzeuge vorgesehen.

„Den Anweisungen des Personals ist unbedingt Folge zu leisten“, betont Betriebsleiter Pietsch. Müllfahrzeuge haben Vorrang bei der Einfahrt. Auch für die Anlieferung von Abfällen empfiehlt der Landkreis, eine einfache Alltagsmaske zu tragen, um so das Personal der Entsorgungszentren zu schützen. Zum Schutz gehört natürlich auch, die Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten.

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