Ab Sonntag gelten neue Regeln bei den Kirchen im Wolfhager Land

Mindestens 3G im Gottesdienst

Dicht nebeneinander und ohne Maske: Vor der Pandemie war es selbstverständlich, beim Gottesdienst oder während eines Konzerts, wie hier in der Dörnberger Kirche, auf einer der Bänke Platz zu nehmen. Inzwischen gilt in evangelischen Gotteshäusern mindestens: geimpft, genesen und getestet. Archiv
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Dicht nebeneinander und ohne Maske: Vor der Pandemie war es selbstverständlich, beim Gottesdienst oder während eines Konzerts, wie hier in der Dörnberger Kirche, auf einer der Bänke Platz zu nehmen. Inzwischen gilt in evangelischen Gotteshäusern mindestens: geimpft, genesen und getestet. Archiv

Die Coronalage sorgt auch in den Kirchen für weitere Zugangsbeschränkungen bei den Gottesdiensten.

Wolfhagen - Während die katholischen Kirche eine 3G-Regelung nur empfiehlt, ist sie bei der evangelischen Kirche im Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen nun Mindeststandard. Die Hessische Landesregierung hatte für Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen die 3G-Regelung dringend empfohlen. Die neue Schutzverordnung tritt am 2. Advent (5. Dezember) in Kraft.

„Natürlich fällt es uns nicht leicht, Menschen zurückzuweisen, die am Gottesdienst teilnehmen wollen“, sagt Dekan Wolfgang Heinicke. „Da aber die Testmöglichkeiten wieder deutlich besser sind, hat bei 3G weiter jeder die Möglichkeit mitzufeiern.“ Es gebe für die Kirchengemeinde jedoch auch die Möglichkeit, weitere Einschränkungen zu beschließen, bis hin zu 2Gplus.

„Bei allen Gottesdiensten im Innenraum gilt, dass die Abstände einzuhalten sind und eine medizinische Maske getragen werden muss“, ergänzt Pfarrer Sven Wollert, der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit. Probleme bei der Überprüfung der Nach-weise und Testergebnisse erwartet er nicht. „Das sind bald alle, Teilnehmer wie Veranstalter, aus ihrem Alltag gewohnt.“ Dabei helfe es sehr, wenn, wie sonst auch, die digitalen Zertifikate in Form eines QR-Codes mit zum Gottesdienst gebracht werden. Dekan Heinicke ermunterte die Kirchengemeinden, vermehrt Freiluftgottesdienste und -andachten anzubieten. „Ich weiß auch, dass kalendarisch Winter ist und gerade im Advent die Kirchen eine besondere Atmosphäre bieten, aber draußen ist die Ansteckungsgefahr einfach deutlich geringer“, so Heinicke.

„Es gilt in der katholischen Kirche nach wie vor, dass Gottesdienste grundsätzlich Menschen offenstehen, die die 3G-Regel nicht erfüllen“, so Generalvikar Christof Steinert vom Bistum Fulda. Überall gelte eine einheitliche Maskenpflicht.

„Wir empfehlen den Gottesdienstbesuchern in Zierenberg und Wolfhagen aber dringend 3G einzuhalten“, so Günther Hejl, Diakon der katholischen Kirchengemeinde. Für den Notfall, wenn jemand weder geimpft noch genesen sei, wolle man am Eingang einen Test vorhalten. „Allerdings versuchen wir schon seit Tagen, an Tests heranzukommen“, berichtet Hejl. Die seien derzeit vor Ort überall ausverkauft. Eine Alternative sei der Besuch eines Testcenters. In Sachen Kirchenmusik haben sich die hauptamtlichen Kirchenmusiker und Chorleiter im Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen abgesprochen, das Chorsingen in der zugespitzten Coronalage vorläufig auszusetzen. Dies sei allen nicht leicht gefallen, da gerade das Proben und Singen in dieser dunklen Zeit sehr gut getan hätte, so Kirchenmusikdirektor Bernd Geiersbach. (Bea Ricken)

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