Verwaltungsmitarbeiter sollen bei Personalengpass helfen

Das Wolfhager Land ist gewappnet für Omikron

Der Landkreis Kassel hat einen Plan B in der Tasche, wenn durch einen Coronaausbruch eine größere Anzahl Mitarbeiter bei der Abfallentsorgung ausfallen sollte.
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Der Landkreis Kassel hat einen Plan B in der Tasche, wenn durch einen Coronaausbruch eine größere Anzahl Mitarbeiter bei der Abfallentsorgung ausfallen sollte.

Damit die Polizei kein größerer Personalausfall durch Corona trifft und die Handlungsfähigkeit sichergestellt ist, gebe es neben vielen weiteren Maßnahmen schon länger ein landesweit einheitliches Schichtdienstmodell, so Polizeisprecher Matthias Mänz.

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Wolfhager Land – Dieses Modell stelle sicher, dass Dienstgruppen möglichst wenig Überschneidungen hätten und nicht in Kontakt kämen. Auch die Bereiche der kritischen Infrastruktur der Kreisverwaltung und der Eigenbetriebe seien auf die möglichen Auswirkungen der Virusvariante Omikron vorbereitet, so Landrat Andreas Siebert.

„Sowohl in den beiden Krankenhäusern wie auch für die Abfallentsorgung liegen entsprechende Pläne vor. Auch die kundennahen und für das Funktionieren der Infrastruktur im Kreis notwendigen Fachbereiche wissen, was zu tun ist, wenn vermehrt Mitarbeiter ausfallen“.

Präventiv werde überall, wo dies möglich sei, bereits jetzt in Schichten gearbeitet, sodass Personaleinschränkungen nicht einen gesamten Fachbereich betreffen würden. Außerdem seien viele Mitarbeiter im Homeoffice, um Kontakte zu minimieren, und Präsenzveranstaltungen seien auf ein Minimum reduziert. In den Kreiskliniken könnten notfalls Mitarbeiter aus dem Verwaltungsbereich des Krankenhauses, die eine Pflegeausbildung haben, auf den Stationen aushelfen.

„Falls wir Ausfälle bei den Ärzten haben und auch keine externen Honorarärzte zu bekommen sind, müssen wir unser Angebot einschränken, um die Notfallversorgung sicherzustellen“, so Siebert.

„Für die Feuerwehren haben wir uns mit den Stadt- und Gemeindebrandinspektoren abgesprochen und Schichtbetrieb sowie Kleingruppen eingeführt - außerdem achten wir weiter intensiv auf Kontaktbeschränkungen“, erklärt Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek.

Bei der Polizei könne man temporäre Personalausfälle, die durch Verdachtsfälle einer Infektion oder bestätigte Infektionsfälle verursacht werden, im Bedarfsfall durch Personalverschiebung innerhalb der Polizeipräsidien oder durch Zuweisung von Kräften der Hessischen Bereitschaftspolizei kompensieren, erklärt Matthias Mänz, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Kassel.

Diverse Vorsichtsmaßnahmen wie unter anderem erhöhte Hygienevorschriften, die Reduzierung von Besprechungen und Fortbildungen, Homeoffice, Newsletter über organisationsinterne Entwicklungen sowie polizeieigene Teststellen seien bereits etabliert und bewährt.

Der Landkreis Kassel setzt alles daran, dass bei vermehrten Personalausfällen im Bereich der Abfallentsorgung die Müllbehälter weiterhin geleert werden. Der Plan: Verschiebbare Dienstleistungen wie die Sperrmüllentsorgung entfallen. Auch im Bereich der Abfallentsorgung könnten laut Landrat Andreas Siebert im Bedarfsfall Mitarbeiter aus der Betriebsverwaltung für die Abholdienste eingesetzt werden.

Optimismus herrscht auch bei den Stadt- und Regionalwerken in Wolfhagen. Die Wasserversorgung in Wolfhagen und die Stromversorgung in Wolfhagen und Habichtswald sei durch die aktuelle Corona-Lage nicht gefährdet, sagt Pressesprecher Matthias Boos. „Die Regionalwerke Wolfhager Land, Wasserversorger in Wolfhagen und Stromnetzbetreiber in Wolfhagen und Habichtswald, haben bereits zu Beginn der Pandemie Notfallpläne aufgesetzt und umgesetzt und diese nun vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen überprüft und angepasst, wo es nötig war. Präventiv setzen wir auf Kontaktbeschränkungen und haben aktuell das Service-Center für den Publikumsverkehr geschlossen.“

Laut Matthias Boos testeten sich die Mitarbeiter täglich, es gelte überall Maskenpflicht, und das Homeoffice werde soweit möglich genutzt. (Bea Ricken)

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