„Müssen Radverkehr attraktiver machen“

Stadt Wolfhagen plant konkrete Verbesserungen bei Radwegen und bezieht Bürger ein

Zwei Kinder und zwei Erwachsene fahren auf Fahrrädern auf einem geteerten Weg, der sich im Fotohintergrund kreuzt.
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Mehr ausgewiesene Radwege wie hier bei Elbenberg soll es in Zukunft auch in und um Wolfhagen geben. Um den Radverkehr langfristig viel attraktiver zu machen, entwickelt die Stadt ein umfangreiches Verkehrskonzept.

In unserer Herbstserie „Mobilität“ berichten wir über alle Facetten rund um das Thema. Heute: Verbesserungen für den Radverkehr in Wolfhagen.

Wolfhagen – Ein Verkehrskonzept mit deutlich mehr und besseren Radwegen, viele neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, eine Erweiterung des E-Bike-Verleihs und eine Umfrage, bei der Bürger die Fahrrad-Infrastruktur von Wolfhagen mitbestimmen können: Das Rathaus reagiert auf die Kritik seitens der Bürger und widmet sich nun gezielt dem Thema Radfahren, wie Markus Huntzinger von der Stadt sagt.

„Wir müssen den Radverkehr für alle Altersgruppen attraktiver machen“, sagt er. Als Klimaschutzmanager der Stadt ist ihm selbst daran gelegen, dass deutlich mehr Menschen das Rad nutzen. Er betont aber, dass er nicht Radverkehrsbeauftragter sei.

Ein erster Schritt dahin, mehr Menschen zum Radfahren zu bewegen, sei der E-Bike-Verleih, den die Stadt seit August anbiete und künftig immer von April bis Ende Oktober. Bisher werde das auch hervorragend angenommen. Die Räder seien fast permanent ausgebucht, weshalb man ab dem kommenden Jahr mehr als die bisher zur Verfügung stehenden zwei vermieten wolle.

Allerdings müssten auch Schüler mehr für das Radfahren begeistert werden, womit auch zunehmend Elterntaxen vermieden werden könnten. Damit Eltern das aber mit einem guten Gefühl zulassen, braucht es laut Huntzinger erst einmal deutlich mehr ausgewiesene Radwege, sodass sich Fahrradfahrer Straßen nicht mit Autos teilen müssen. Außerdem müssten bereits Vorhandene verbessert und sicherer gestaltet werden. Genauere Informationen zu den Planungen der Stadt dürfe Huntzinger zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht geben, allerdings geschehe bereits einiges in dieser Richtung.

Bürger können durch Umfrage Einfluss nehmen

Zusätzlich sollen noch in diesem Jahr „mehr als 100 Abstell-Anlagen für Fahrräder in den Ortsteilen aufgestellt werden – vor allem dort, wo viele Menschen zusammenkommen“, sagt Huntzinger. In der Kernstadt sei das zum Beispiel beim Dorfgemeinschaftshaus, den Schulen und am Rathaus der Fall.

Um die Bürger aber selbst in die Planungen bei der Rad-Infrastruktur einzubeziehen, verweist der Klimaschutzmanager ausdrücklich auf eine Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Damit könne die Wolfhager Bevölkerung der Stadt gezielt aufzeigen, was zurzeit die größten Probleme beim Radverkehr sind und könnten selbst Vorschläge einbringen. Die Ergebnisse der Umfrage werden bei einer ausreichenden Teilnehmerzahl auf der Webseite der Stadt veröffentlicht.

Die Teilnahme ist noch bis zum 30. November möglich – online unter fahrradklima-test.adfc.de, Papier-Exemplare dafür gibt es alternativ bei der Stadt. (Jan Trieselmann)

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