Kastrationspflicht

Nach Breuna führt auch Wolfhagen die Kastrationspflicht für Katzen ein

Freigänger-Katzen müssen kastriert werden. Nach Breuna hat jetzt auch die Stadt Wolfhagen eine entsprechende Regelung eingeführt.
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Freigänger-Katzen müssen kastriert werden. Nach Breuna hat jetzt auch die Stadt Wolfhagen eine entsprechende Regelung eingeführt.

Nachdem die Gemeinde Breuna zum Jahresanfang eine Kastrationspflicht für Katzen eingeführt hat, zieht Wolfhagen nun nach.

Wolfhager Land – „Ab sofort müssen Katzenhalter ihre Tiere kastrieren und registrieren“, so Helmut Rupp, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Wolfhagen. Dies gelte nur für Freigänger-Katzen, also jene, die nicht im Haus gehalten würden.

Es handele sich um eine Katzenschutzverordnung, um das Leid der wild lebenden und sich ständig vermehrenden Katzen einzudämmen, betont Rupp.

Die Stadt Wolfhagen musste sich in den vergangenen Jahren ständig um herrenlose Katzen kümmern. Dabei seien auch erhebliche Kosten angefallen. Meistens benötigten die Findlinge eine tierärztliche Versorgung und müssten aufgepäppelt werden.

Breuna fahre gut damit

Mithilfe der Verordnung könnten Fundkatzen jetzt auch direkt kastriert werden. Anlassbezogen wolle die Stadt die Einhaltung der Kastrationspflicht kontrollieren. „Wir arbeiten eng mit Tierärzten zusammen. Außerdem haben wir bei allen Tierärzten Informationsflyer für Katzenhalter ausgelegt“, so Rupp.

Seit einigen Monaten gilt die Kastrationspflicht in Breuna. „Das ist noch zu früh um Bilanz zu ziehen, aber wir fahren gut damit“, sagt Bürgermeister Jens Wiegand. Bisher habe man in einem Fall aktiv werden müssen. In den anderen Kommunen des Altkreises Wolfhagen geht man noch etwas zögerlich an die Einführung einer Verordnung heran.

In Zierenberg, Naumburg und Bad Emstal kaum wilde Katzen

„Wir führen aber Gespräche, wie wir damit umgehen“, sagt Rüdiger Germeroth, Bürgermeister von Zierenberg. In Habichtswald ploppe das Problem derzeit nicht auf, erklärt Amtskollege Dr. Daniel Faßhauer. Er habe keine Beschwerden über eine größere wilde Katzenpopulation erhalten. Ähnlich sieht es in Bad Emstal aus.

In Naumburg liege ein Fall mit mehreren herrenlosen Katzen in der Altstadt schon länger zurück, so Thomas Fingerling, Amtsleiter der Stadt. Seinerzeit habe man das Problem gemeinsam mit dem Veterinäramt lösen können. Derzeit gebe es ein paar Katzen, die in leer stehenden Gebäuden lebten und gefüttert würden. (Bea Ricken)

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