Naturschutz in Handarbeit - Pflegeeinsatz auf Kalkmagerrasenfläche

Ehrenamtliches Engagement: Die Jugendlichen Jonas Berndt, Tim Schwarz und Hannes Bantel, es fehlt Erik Müller, erklärten sich spontan bereit, bei der Naturschutzpflege der Hardt mitzumachen. Darüber freute sich Nabu-Vorsitzender Peter Priller besonders. Foto: zih

Altenhasungen. Naturschutz mit Muskelkraft: Mitglieder und Unterstützer des Naturschutzbundes haben die Hardt bei Altenhasungen freigeschnitten.

Peter Priller, Vorsitzender des Ortsvereins Altenhasungen im Deutschen Naturschutzbund (Nabu), schwärmt: „Die Hardt zwischen Altenhasungen und Nothfelden ist als Offenlandschaft ein einzigartiges Biotop, ein Rückzugsgebiet und ökologisches Kleinod für gefährdete Tier- und Pflanzenarten.“ Priller hat dort nicht nur das Vorkommen von über 40 Schmetterlings-, fünf Orchideen- und 25 Vogelarten gezählt, von denen einige vom Aussterben bedroht sind, sondern er kennt die Kalkmagerrasenfläche auch als Lebensraum für eine Vielzahl von Niederwildarten, Insekten, Eidechsen und Pflanzen. Priller: „Dieses einmalige Öko-System muss unter allen Umständen für die Zukunft erhalten bleiben und das haben wir uns auch auf die Fahnen geschrieben.“

Der beste Naturschutz für Kalkmagerrasenflächen ist eine ständige Beweidung durch Schafe oder Ziegen. Dadurch wird eine Verbuschung verhindert. Geschieht dies nicht, so Priller weiter, verwandelte sich die Rasenfläche in ein paar Jahren in eine Busch- und Waldlandschaft. Aber die grasenden Vierbeiner sind heute selten. Also krempeln Vereinsmitglieder und weitere Freiwillige die Ärmel hoch und sorgen mit schweißtreibender Handarbeit dafür, dass die Hardt als biologischer Trittstein für Flora und Fauna erhalten bleibt. Peter Priller: „Erfreulich ist, dass unserem Aufruf zum ehrenamtlichen Arbeitseinsatz mit Tim Schwarz, Hannes Bantel, Jonas Berndt und Erik Müller auch vier Jugendliche gefolgt sind und mit angepackt haben.“

Vier Hektar große Fläche 

Zusammen mit sechs weiteren Helfern lichteten die vier jugendlichen Naturschützer auf einer vier Hektar großen Fläche das Buschwerk, mähten mit einem Mulchgerät den Rasen und entsorgten das Schnittgut. Denn, so Peter Priller weiter, bleibt der Mulch liegen, erstickt er die darunter befindlichen Pflanzen. Zudem wird der nährstoffarme Trockenmagerrasen durch den Mulch mit Nährstoffen versorgt, und dadurch verkrauten die Flächen.

Eine kleine Unterstützung für die unabdingbaren Pflegearbeiten für die Hardt erhielt die Altenhasunger Nabu durch die Stadt Wolfhagen. Sie sorgte für die Anschaffung eines Weidezauns, so dass ein Schafhalter aus Wenigenhasungen dort seine Tiere ab und zu grasen lassen kann. (zih)

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