Naumburger Sternsinger schwärmen nach dem Segen des Bischhofs ausDer

Freuen sich aufs Singen: Amelie de Mille und Ina Klement.

Wolfhager Land. Wenn am Dienstag der Bus aus dem Wolfhager Land in Richtung Osthessen aufbricht, werden die Reisenden voller Erwartung sein.

Etwa 30 Kinder und Jugendliche aus Naumburg, Wolfhagen, Merxhausen und Volkmarsen machen sich dann auf den Weg nach Fulda. Dort findet die Bundesaussendungsfeier der Sternsinger statt.

Bevor es losgeht, haben Kinder und Betreuer am Montag die letzten Vorbereitungen getroffen. Kostüme wurden anprobiert, Kronen zusammengesetzt. „In Fulda werden etwa 2000 Sternsinger erwartet“, weiß Barbara Steidl, die als Betreuerin ebenfalls im Bus sitzen wird. Steidl gehört der katholischen Kirchengemeinde St. Crescentius in Naumburg an. Workshops stünden heute in Fulda auf dem Programm, einige Spiele und natürlich ein Gottesdienst, in dem der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen die Sternsinger schließlich auf den Weg schicken wird. „Vorher gehen sie gemeinsam auf den Dom zu“, sagt Barbara Steidl.

Und dann, aus Fulda zurückgekehrt, dauert es nicht mehr lange, bis die Sternsinger sich im Wolfhager Land auf den Weg machen. Am kommenden Sonntag, 3. Januar, werden sie von Tür zu Tür ziehen und Spenden für den guten Zweck sammeln. „In diesem Jahr geht das gespendete Geld an Bedürftige in Bolivien“, so Steidl. Wenn es soweit ist, liegt hinter Steidl und ihrer Betreuer-Kollegin Katrin Wiederhold bereits der größte Teil der Arbeit. Gemeinsame Treffen, in denen gesungen und für die Sternsinger geworben wurde, sind dann vorüber; ebenso die Kostümanprobe. Lisa Steidl wird am Sonntag auch mit dabei sein. Die Elfjährige ist bereits zum „fünften oder sechsten Mal“ als Sternsingerin dabei, wie sie schätzt. Und warum? „Es ist witzig, die Gesichter der Leute zu sehen“, sagt sie. Oft seien sie fröhlich, manchmal auch überrascht. Und: „Man ist mit seinen Freunden unterwegs, kann sich zwischendurch unterhalten.“ Ihre Mutter Barbara ergänzt schmunzelnd: „Ab und an bekommen auch die Sternsinger etwas geschenkt.“

Barbara Steidl selbst ist in ihrer Kindheit nie als Sternsingerin unterwegs gewesen. „Ich bin erst über die Kinder daran gekommen“, sagt sie. Ihr mache es einfach Freude zu sehen, wie die Kinder anderen helfen können. Viele seien im Anschluss zu Recht stolz auf das, was sie geleistet hätten. „Da kommt schon immer eine stolze Summe zusammen“, so Steidl.

Elf Gruppen sind am Sonntag in Naumburg unterwegs, um den Segen an die Häuser zu schreiben: 20+C+M+B+15. Die lateinischen Worte lauten: Christus mansionem benedicat und übersetzt heißt das: Christus segne dieses Haus. Für Kurzentschlossene werden am Samstag, 2. Januar, die Türen des Pater Bonifatius-Hauses in Naumburg von 11 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Dann können Kostüme anprobiert und interessierte Kinder in Gruppen eingeteilt werden, die sich am Folgetag auf den Weg durch Naumburg machen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.