Kay Ray tritt noch einmal in Wolfhagen auf: Nichts für Moralapostel

Nach umjubeltem Kulturzeltauftritt zurück in Wolfhagen: Kay Ray kommt am Donnerstag in den Kulturladen. Foto: zhf

Wolfhagen. Er war die Sensation während der diesjährigen Kulturzeltsaison und ohne Zweifel das Schrägste, was Wolfhagen je auf einer Bühne gesehen hat: Kay Ray. Ganz schön derb sein Humor, mit dem er das Spiegelzelt da in den Teichwiesen zum Beben brachte.

Nun kommt er zurück, präsentiert am Donnerstag, 9. Oktober, ab 19.30 Uhr auf vielfachen Wunsch seine Show „Möglicherweise ab 18" noch einmal im Kulturladen in der Triangelstraße. Moralapostel sollten aber lieber Zuhause bleiben, denn mit denen kann der Kabarettstar gar nichts anfagen. Er nennt sie liebevoll „Gesichtsfotzen“, jene Menschen, die zum Popeln Messer und Gabel nehmen.

Für die Presse ist er nicht selten „haarscharf an der Grenze!“, für sein Publikum einfach der „coolste Typ überhaupt“. Dabei ist es ruhiger geworden um ihn - sagt man. Stolzer Vater einer süßen Tochter ist er seit kurzem. Und doch springteufelt er ruckzuck davon, schubst Rauschgoldengel zur Seite, schnappt blitzschnell die Fäden, aus denen er sein furioses Show-Feuerwerk strickt. „Was ein Einarmiger im Secondhandladen zu suchen hat, hab ich nie verstanden.“ Political correctness? Fehlanzeige, warum auch! Kay Ray, exzentrisch-extrovertierter Edel-Punk aus Osnabrück, bricht laut lachend Tabus, scheut weder Kitsch noch Klischee, schlachtet „heilige Kühe“, reißt Witze über Tunten, Tanten, Lesben, Moslems, Juden und den Papst. Er macht und will eben Spaß, und das mit allen Schikanen.

Schrille Frisuren, knallig-quietschbunte oder schwarz-weiße Klamotten, auch gern mal keine! Ja, tatsächlich legt der Herr auf der Bühne seine Kleidung ab, wenn ihm im heißen Scheinwerferlicht danach ist. Und was er dann mit seinem besten Stück veranstaltet, das gibt’s am Donnerstag im Kulturladen zu sehen. Beginn ist um 19.30 Uhr, Karten gibt es für 23 Euro im Vorverkauf in der HNA-Geschäftsstelle, der Buchhandlung Mander und im Kulturladen. Es handelt sich um eine Sonderveranstaltung, Abokarten haben keine Gültigkeit. (zhf)

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