Noch einmal ans Familiengrab

Wolfhagen: Seniorenheim erfüllt Bewohner Herzenswunsch

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Es war sein wichtigstes Ziel: Bert Bauer und Alltagsbegleiterin Susanne Herbold-Nebel am Grab der Eltern von Bauer in Hamburg.

Noch einmal in die alte Heimat reisen: Das war ein großer Wunsch von Bert Bauer, der im Seniorenheim Haus Phönix in Wolfhagen lebt und das selbstständig nicht mehr kann.

Dieser Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen – dank des Projektes Herzenssache. Seit Monaten hatte Bauer immer wieder davon gesprochen, noch einmal das Grab seiner Eltern besuchen zu wollen. Da er keine Angehörigen mehr hat, die ihn auf einer Reise begleiten könnten, erfüllten ihm die Mitarbeiter des Hauses Phönix seinen Wunsch und organisierten mit allen Abteilungen die Fahrt in den Norden.

Nun war es so weit. Gemeinsam mit Alltagsbegleiterin Susanne Herbold-Nebel fuhr Bauer von Kassel aus mit dem Zug einen Tag nach Hamburg, wo er 1952 geboren worden war. „Ich hatte eine gute Kindheit in Hamburg“, erinnert sich der 67-Jährige, der seit 17 Jahren in Nordhessen lebt. Bekannte hatten ihn nach einer Kur in Bad Wildungen in die Region geholt, da Bauer in der Heimat keine Verwandten mehr hatte.

Für einen Tag zurück in seiner Geburtstadt besuchte der 67-Jährige zusammen mit Herbold-Nebel das Familiengrab. „Das war mein größter Wunsch“, sagt Bauer, der erstaunt war, wie viel sich in der Hansestadt nach seinem Weggang verändert hat. „Ich hab nach Häusern geschaut, die ich von früher in Erinnerung hatte, aber es hat sich doch sehr viel geändert“, so Bauer. Weitere Stationen der Reise waren Bauers Elternhaus und eine Pizzeria, in der er vor 20 Jahren gerne gegessen hat. Auch eine Hafenrundfahrt stand auf dem Programm. Und zum ersten Mal hat Bauer auch die Elbphilharmonie in voller Größe gesehen. „Die kannte ich noch nicht“, sagt er.

Auch jetzt, einige Tage nach dem Ausflug, schwärmt der 67-Jährige noch von dem Erlebten. „Es war wirklich toll. Den Tag werde ich nicht vergessen.“

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