Einige Bäder wollen Foto-Spannern keine Chance geben

Noch kein Verbot von Handys in Freibädern des Altkreises

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Wolfhager Land. Der Sommer kommt und mit ihm die langersehnte Freibadsaison, die diesmal nicht nur Freude über ein erfrischendes Bad im kühlen Nass mitgebracht hat. Immer mehr Freibadbetreiber wollen ein Handy-Verbot durchsetzen, um Foto-Spannern keine Chance mehr zu geben.

Auch die Verantwortlichen der sieben Bäder im Wolfhager Land haben sich mit der Thematik befasst, einige in diesem Jahr nicht zum ersten Mal. „Das Problem beschäftigt uns schon länger“, sagt Klaus Wenzel von der Stadt Wolfhagen, der sich sogar an einzelne Hausverbote erinnert. Das sei aber nicht die Regel, und ein generelles Handy-Verbot ziehe er für Wolfhagen und Niederelsungen nicht in Betracht. Im Gegenteil: „Wir arbeiten daran, in Wolfhagen kostenloses Wlan anbieten zu können, da die mobilen Geräte zu verbieten, wäre kontraproduktiv.“

In Ehlen habe es bislang keine Probleme gegeben, die Diskussion um das Thema sei aber zur Kenntnis genommen worden, sagt Bürgermeister Thomas Raue. „Es ist nicht geplant, ein Smartphone-Verbot auszusprechen.“ Auch für Stefan Hable, Rathauschef in Naumburg und verantwortlich für die dortige Aquarena, kommt ein Handyverbot nicht in Frage. Er hielte es in der heutigen Zeit gar für weltfremd, weist dennoch auf eine grundsätzliche Regelung hin: „Nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Freibäder ist das Fotografieren und Filmen nur mit unserem Einverständnis erlaubt.“ Das bestätigt auch Werner Both von der Zierenberger Verwaltung für das Bad der Stadt.

Für die kleineren Bäder im Altkreis spielt die Frage rund um ein Handy-Verbot keine große Rolle. „Unser Personal ist angehalten, sensibel zu reagieren. Unser familiäres Flair ist dabei sehr hilfreich“, sagt Ralf Bräutigam, Vorsitzender des Fördervereins Waldschwimmbad Balhorn, der diesbezüglich ähnliche Erfahrung gemacht hat wie Kollege Reiner Stiehl aus Heimarshausen: „Wir reden einfach miteinander und haben keinerlei Probleme.“

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