Journalistin aus Afrika schaut rein

Nqobile Kuhle Rallele aus Johannesburg war zu Besuch in der HNA-Redaktion in Wolfhagen

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Arbeitsabläufe in der Redaktion: Nqobile Kuhle Rallele (links) aus Südafrika hat einen Einblick in den Arbeitsalltag der Wolfhager Redaktion der HNA erhalten. Volontärin Viktoria Degner (rechts) zeigt ihr und Gastmutter Karin Kedem (Mitte), wie ein Artikel für die Tageszeitung entsteht. 

Bad Emstal/Wolfhagen. Die HNA hatte am Freitag Besuch aus Südafrika: Nqobile Kuhle Rallele, Jungjournalistin aus Johannesburg, wollte wissen, wie wir in Wolfhagen unsere Zeitung produzieren.

HNA-Volontärin Viktoria Degner hat es Rallele und ihrer Gastmutter Karin Kedem gezeigt. 

Als Nqobile Kuhle Rallele die Redaktion der Wolfhager Allgemeinen an der Schützeberger Straße betritt, hängt Schnee in ihren schwarzen Rastalocken und ein Schal in den Farben der südafrikanischen Flagge um ihren Hals. Ein Stück Heimat trägt die 19-Jährige immer bei sich, vor allem wenn sie zu Besuch in der Ferne ist.

Rallele kommt aus Südafrika, ihre Heimatstadt ist Johannesburg. Zurzeit ist sie zu Besuch bei Familie Kedem aus Bad Emstal. Seit einem Monat ist sie bereits hier, nächste Woche fliegt sie wieder zurück nach Hause. Dort, in Johannesburg, studiert Rallele Journalistik, genau deshalb war die 19-Jährige auch in der HNA-Redaktion zu Gast.

Vor Ort hat HNA-Volontärin Viktoria Degner ihr gezeigt, wie die Redakteure der Wolfhager Allgemeinen Tag für Tag ihre Artikel schreiben und Zeitung produzieren. Die 19-Jährige ist interessiert, fragt nach dem Auftritt der HNA in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Snapchat, schaut sich auf dem Smartphone und Computer die Beiträge an, die dort veröffentlicht werden.

Sie selbst muss noch ein Jahr in Johannesburg studieren, dann wird sie ihr Diplom in den Händen halten und darf sich offiziell Redakteurin nennen. Die 19-Jährige weiß noch nicht, in welchem Medium sie später einmal arbeiten möchte. "Mich interessiert alles – ob Zeitung, Radio, Fernsehen oder Online-Journalismus."

Bevor Rallele, deren Vater Karin Kedem auf ihrer letzten Südafrikareise als Fremdenführer begleitet hat – durch diesen Kontakt wurde auch die Reise nach Deutschland für Nqobile möglich –, wieder nach Hause fliegt, fahren sie und Karin Kedem noch für ein paar Tage nach Berlin. Die Bundeshauptstadt ist nicht der einzige Ort, den Nqobile während ihrer Zeit hier besucht hat. Mit Familie Kedem war sie zu Besuch in Wolfhagen, Fritzlar, hat den Kasseler Herkules besichtigt, war in Köln und sogar in Paris. "Ich hätte nie gedacht, dass ich hier so viel erleben würde und es so viel zu sehen gibt", sagt Rallele. "Ich hatte eher erwartet, den ganzen Tag zu Hause zu sitzen und nichts zu tun."

Erinnerungen festhalten

Die 19-Jährige weiß nicht, wann sie wieder nach Deutschland kommen wird. Dass sie wiederkommen wird, daran besteht für Rallele kein Zweifel. Ihre Erlebnisse in Deutschland will sie verschriftlichen, wenn sie wieder zu Hause ist. Das Leben in Deutschland sei ein ganz anderes als in ihrer Heimatstadt, sagt sie. Die Menschen hier fühlten sich sicher, seien freundlich. "Noch nie bin ich weißen Menschen begegnet, die so aufgeschlossen sind."

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