Schon seit vier Generationen am Bau

Oelshausener Bauunternehmen Tripp feiert 125-jähriges Jubiläum

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Firma mit Tradition: Die Baufirma Tripp aus Oelshausen feiert im April ihr 125-jähriges Bestehen. Das Foto zeigt die Mitarbeiter der Firma in den 1930er-Jahren.

Oelshausen. Eines der ältesten Bauunternehmen im Wolfhager Land feiert 125-jähriges Jubiläum. Bereits vier Generationen der Tripps bauten, sanierten und renovierten Gebäude.  

Der Familienbetrieb Tripp aus Oelshausen hinterlässt seit 125 Jahren seine Spuren im Altkreis. Verändert hat sich in all den Jahren viel, eins ist jedoch gleich geblieben: Der Firmenname. Denn das Bauunternehmen wird ab dem 1. April in der vierten Generation geführt. Dann übernehmen Timo Tripp und seine Frau Melanie das sechsköpfige Familienunternehmen.

Was sich allerdings verändert habe, sei die Arbeitsweise, erklärt Herbert Tripp. Der 65-Jährige übernahm die Firma mit damals nur 22 Jahren von seinem Vater Hieronymus Tripp. „Für mich stand damals keine andere Lehre als die zum Maurer zur Auswahl“, sagt er. Für ihn sei klar gewesen, dass er ins Familiengeschäft eintreten möchte. Und diesen Schritt habe er auch nie bereut. Obwohl es, wie so oft, Höhen und Tiefen gegeben hat.

Bauboom in den 60er Jahren genutzt

„In den 1960er-Jahren gab es den ersten Bauboom“, sagt Herbert Tripp. „Nach dem Krieg musste so viel Wohnraum gebaut werden, kaum vorstellbar“, sagt er. Allein sei er aber nie gewesen. Sein Vater und seine zwei Brüder haben ihn immer tatkräftig unterstützt. Zu Hochzeiten, nach der Wende in den 1990er-Jahren zählte das Unternehmen doppelt so viele Mitarbeiter wie heute. Damals waren es etwa 14 Mitarbeiter und drei Auszubildende. So viele seien aber heute nicht mehr nötig, sagt Timo Tripp. Mit der Umstellung auf Maschinen und durch die Lieferung von fertigen Betonteilen habe sich einiges in der Arbeitsweise verändert. Heute besteht das Familienunternehmen aus sechs Mitarbeitern und einem Auszubildenden. Ebenfalls dabei ist Sohn Alexander Tripp, er ist gelernter Maurer- und Betonmeister. „Was wir in den 1990er-Jahren mit etwa fünf Mitarbeitern bauten, können wir heute mit zwei bis drei erledigen“, sagt Herbert Tripp.

In vierter Generation: Zum 1. April übergeben (von links) Birgit und Herbert Tripp das Unternehmen an ihren Sohn (rechts) Timo und Schwiegertochter Melanie Tripp.

Umzug nach Oelshausen

Auch der Standort der Firma hat sich verlagert. Zwei Jahre nach der Übernahme durch Herbert Tripp zog der Kleinbetrieb von Wenigenhasungen nach Oelshausen. Der Bauhof befindet sich aber noch heute in Wenigenhasungen.

Besonders erfreulich ist aber, dass ihnen so manch ein Kunde treu geblieben ist. „Es gibt einige Familien, die wir auch über mehrer Generationen betreuen“, sagt Herbert Tripp. Das müssen nicht unbedingt Neubauten sein, meist seien es Umbau- sowie Sanierungsarbeiten.

Kasseler Einkaufszentrum "City-Point" mitgebaut

Anders als sein Vater war für Timo Tripp nicht immer klar gewesen, das Unternehmen einmal zu übernehmen. Den Beruf hingegen wollte er schon seit Kindheitstagen ausüben. So zog es den heute 44-Jährigen nach seinem Bauingenieursstudium in Holzminden nach Berlin über Brückenbaustellen im Sauerland wieder zurück in die Heimat. Im Jahr 2002 war er dann am Bau des Kasseler Einkaufszentrums „City Point“ beteiligt. „Es war eine schöne und gleichzeitig intensive Zeit“, sagt er. Dennoch hat es ihn zurück in seine Heimat verschlagen.

Mit der Übernahme stehen nun neue Aufgaben für ihn auf der Agenda. Für das Unternehmen verändere sich nichts, dennoch müsse investiert werden, sagt Timo Tripp. Das allerdings gehöre zum Tagesgeschäft. Die Feier zum 125-jährigen Bestehen findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.

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