ÖPNV wird attraktiver

Ab Dezember 2021 gibt es für Wolfhagen täglich Fahrten im Stundentakt

Eine Frau mit Hund steigt an einer Haltestelle an einer Straße in einen Kleinbus ein.
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Der ÖPNV soll ab Dezember 2021 attraktiver werden: Alle Linien im Bereich Wolfhagen sind dann im Stundentakt unterwegs, und zwar auch am Wochenende. Das gilt für die regionalen und die lokalen Linien, wie den Stadtbus, der unter anderem an der Kurfürstenstraße (Foto) hält.

Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) schreibt die Verkehrsleistungen im Linienbündel 104 demnächst neu aus. Das hat Auswirkungen auf den Linienverkehr im Wolfhager Land.

Wolfhagen – Mit zunächst 140 000 Euro wird sich die Stadt Wolfhagen an den Kosten für das Buslinien-Bündel 104 „Wolfhager Land“ beteiligen. Während seiner jüngsten Zusammenkunft fasste das Parlament dazu einen einstimmigen Beschluss.

Der Betrag gilt ab Mitte Dezember 2021, und könnte bis zum Ende der Laufzeit, Mitte Dezember 2029, weiter steigen. Grund dafür wären Steigerungen bei den Personalkosten und den Kraft- und Betriebsstoffen.

Aktueller Stand: wieder zwei regionale Linien

Da die Verkehrsleistungen im Linienbündel 104 in einem Jahr auslaufen, wird sie vom Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) demnächst neu ausgeschrieben. Nach aktuellem Stand soll es für Wolfhagen wieder zwei regionale Linien geben – die Linie 110 (Wolfhagen - Habichtswald - Kassel) und die Linie 120 (Wolfhagen - Breuna - Warburg).

Beide Angebote sollen von Montag bis Sonntag stündlich bereitstehen. Angefahren werden dabei auch Haltestellen in Bründersen, Ippinghausen, Istha und Leckringhausen (Linie 110) sowie in Niederelsungen und Nothfelden (Linie 120).

Für die Linie 120 ist geplant, Nothfelden und Niederelsungen über die Landesstraße 3312 zu verbinden, was eine Reduzierung der Fahrtzeit von Wolfhagen nach Niederelsungen um 15 Minuten bedeutet.

Es soll eine Verbindung Wolfhagen-Hofgeismar geben

Angepasst wird auch die außerhalb der Schülerbeförderung nur schwach nachgefragte Linie 130. Sie verbindet Oberelsungen mit Hofgeismar mit Stopps in Nothfelden, Niederelsungen und Breuna.

Die Veränderungen bedeuten für Nutzer aus Nothfelden und Niederelsungen eine Verkürzung der Reisezeit via RT 4 in/aus Richtung Kassel.

Zudem wird eine Verbindung von Wolfhagen nach Hofgeismar und zurück geschaffen. Zwischen den Linien 120 und 130 soll es in Breuna eine Umsteigemöglichkeit geben.

Kosten trägt je nach Zuständigkeit Landkreis oder Kommune

Für die Finanzierung der überregionalen Linien ist der Landkreis Kassel zuständig, die Kosten der örtlichen Verbindungen – in Wolfhagen sind dies die Linien 111 und 112 – trägt die jeweilige Kommune.

Geregelt ist das über eine Finanzierungsvereinbarung zwischen NVV, Landkreis und den Kommunen Wolfhagen, Zierenberg, Habichtswald und Breuna. Der Finanzierungsvereinbarung müssen alle Kommunen zustimmen.

Das Angebot der Linien 111 (Gasterfeld - Viesebeck - Wolfhagen - Philippinenburg - Wenigenhasungen - Altenhasungen) und 112 (Kreisklinik - Bahnhof - Teichberg - Bahnhof - Kreisklinik) wird ausgebaut. Künftig werden die Busse stündlich die gesamte Woche fahren.

Linien 111 und 112 hatten 2019 ungefähr 156 000 Fahrgäste

Die Fahrgastzahlen haben sich nach Angaben des NVV positiv entwickelt. Auf den Linien 111 und 112 waren im Jahr 2019 pro Fahrt etwa zehn Personen unterwegs. Die Daten wurden vom automatischen Fahrgastzählsystem erfasst. Das macht in Summe für beide Linien 156 000 Fahrgäste.

Der Betrag in Höhe von 140 000 Euro, den Wolfhagen beisteuert, deckt einen Teil der Kosten für die Linien 111 und 112 ab. Insgesamt wird mit Kosten von 810 000 Euro gerechnet. Der Restbetrag wird über Einnahmen und Zuschüsse ausgeglichen. (Antje Thon)

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