Ohne Ende Platz zum Spielen

Büro präsentiert Planungen für Kita in der alten Burg in Wolfhagen

Wird umgebaut zu einer Kindertagesstätte: Die alte Burg in Wolfhagen. Jetzt stellte das Büro Müntinga & Puy seine konkreten Pläne vor.
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Wird umgebaut zu einer Kindertagesstätte: Die alte Burg in Wolfhagen. Jetzt stellte das Büro Müntinga & Puy seine konkreten Pläne vor.

Beim beabsichtigen Umbau der Burg in Wolfhagen zu einer modernen Kindertagesstätte mit fünf Gruppen ist das Büro Müntinga & Puy aus Bad Arolsen einen Schritt weiter.

Wolfhagen - Den Mitgliedern des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Soziales stellte Architekt Christoph Kiefer jetzt eine genehmigungsreife Planung vor. Vor drei Jahren hatte das Büro begonnen, sich in einer Machbarkeitsstudie mit den gestalterischen Möglichkeiten des Gebäudes zu befassen, das 1890 als Verwaltungssitz neu aufgebaut worden war.

Auf drei Ebenen mit zusammen 1500 Quadratmetern Fläche wird es Platz für bis zu 122 Kinder geben. Alle Gruppen erhalten jeweils einen Ruhe/Schlafraum, einen Kreativraum, sanitäre Anlagen, einen Flur mit Garderobe, ein Büro und Zugang zu einer kleinen Küche. Im Erdgeschoss sollen zwei Gruppen unterkommen. Dort wird sich auch der Bewegungsraum befinden, den alle Gruppen nutzen können.

Im ersten Stock können sich drei Kita-Gruppen auf mehr als 400 Quadratmetern Fläche ausbreiten. Auf dieser Ebene soll es zudem noch einen Mehrzweckraum geben. Im Dachgeschoss befinden sich Sozial- und Verwaltungsräume der Kita und ein Lager. Daneben wird es Möglichkeiten für selbstständige Tagesmütter geben. Und auch der Heimat- und Geschichtsverein kann sich auf einer Fläche von 110 Quadratmetern ausbreiten. Alle Geschosse sind über einen Fahrstuhl verbunden, der sich in der Mitte des historischen Gebäudes befinden wird und der für die bei Sanierungen öffentlicher Einrichtungen geforderte Barrierefreiheit sorgen wird. Die alte Burg wird auch künftig über Fernwärme versorgt. An die westliche Giebelseite wird von außen eine Stahltreppe angesetzt, die als Fluchtweg dient.

Bei den Planungen habe er sich an wichtigen Kriterien orientieren müssen. Denkmalpflege, Brandschutz, Bauphysik und Statik sowie Fachdienst Kindertagespflege – aus jedem Bereich habe es Forderungen gegeben, die es beim Umbau zu erfüllen galt. Die Sorge, dass Teile des Gebäudes von Schimmel befallen seien, habe entkräftet werden können. Zwar habe man Schimmel gefunden, allerdings sei dies nicht weiter problematisch, da die Ursache schnell ausgemacht gewesen sei. So seien in einigen Räumen nasse Putzlappen gelagert worden, sagt Kiefer, der davon überzeugt ist, dass eine Burg ein für Kinder absolut spannendes Gebäude ist, um dort die ersten Lebenserfahrungen zu sammeln.

Die Großzügigkeit der Kita setzt sich in den Außenanlagen fort. Vom parkartigen Garten wird eine Fläche durch einen Zaun vom öffentlichen Teil abgetrennt. Das kleine Backsteinhaus hinterm Museum wird als Abstellraum und Lager für Spielgeräte genutzt.

Parkplätze stehen im Umfeld der Burg zur Verfügung. Laut Kiefer seien für die 122 Kinder sieben Stellplätze vorgeschrieben. Weitere drei müssten dem Heimat- und Geschichtsverein zur Verfügung stehen. Derzeit gebe es 26 Stellplätze, 15 für die Zulassungsstelle, elf fürs Museum. Weitere 38 befänden sich an er Hans-Staden-Straße, noch einmal 37 Parkplätze seien bei den Containern, in denen vorübergehend Mitarbeiter der Kreisverwaltung untergebracht seien. „Laut Gutachten sollten es genug Parkplätze sein“, sagt Kiefer

Einzug der Kinder für Sommer 2023 geplant

Noch in diesem Jahr soll mit dem Umbau der Burg begonnen werden. Im Sommer 2023 sollen die ersten Kinder in der Kita betreut werden. Zuletzt war die Stadt Wolfhagen von Kosten in Höhe von vier Millionen Euro ausgegangen. Da das Projekt zu 90 Prozent gefördert wird, würde der Anteil der Stadt bei 400 000 Euro liegen. Genaue Summen stehen allerdings erst fest, wenn die Ausschreibung abgeschlossen ist und die Firmen ihre Angebote unterbreitet haben..

(Antje Thon)

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